Coca Cola hat es sich zur Mission gemacht in Zukunft gesunde Milch zu verkaufen. Der Getränkehersteller setzt dabei auf ein neues Lifestyleprodukt und beteiligt sich an „Fairlife“. Dabei handelt es sich um eine Milch, die besser bekömmlicher und somit auch gesünder als herkömmliche Milch sein soll.


Coca-Cola bietet in Zukunft gesunde Milch an

Dass Coca Cola Erzeugnisse die Gesundheit fördern, war bisher kaum vorstellbar. Das soll sich nun jedoch ändern. Experten warnen allerdings vor Schnellschüssen und relativieren die Wirkung der neuen Super-Milch.

Coca Cola Milch
Coca-Cola-Milch Fairlife als neues Trendgetränk; CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)CC BY-SA 3.0 (VIA WIKIMEDIA COMMONS)

Ab Dezember bietet Coca Cola das neue Fairlife Produkt an. Dahinter verbirgt sich eine Milch, die laktosefrei ist und zudem 30 Prozent mehr Kalzium und 50 Prozent weniger Zucker enthält. Die Eigenschaften der Milch sollen diese gesünder und bekömmlicher machen als bisher auf dem Markt verfügbare Produkte. Bisher ist Coca Cola eher für die süßen und teilweise auch koffeinhaltigen Getränke bekannt. Ein übermäßiger Konsum der Zuckerhaltigen Getränke kann der Gesundheit schaden und unter anderem Adipositas (starkes Übergewicht) oder Erkrankungen wie Diabetes fördern.


Fairlife soll Milch-Konsum in den USA ankurbeln

Die gesunde Coca Cola Milch soll den in den letzten Jahren zurück gegangenen Absatz von Milch in den USA wieder ankurbeln. Aktuellen Studien zufolge sind die Verkäufe innerhalb der zurückliegenden zehn Jahre um acht Prozent zurück gegangen. Die Hälfte der amerikanischen Erwachsenen trinkt keine Milch mehr. Das soll sich nun jedoch wieder ändern. Milch galt einst auch in den USA als Vertreter eines gesunden Naturprodukts, welches gut ist für die Knochenbildung und die Zähne stärkt. Mit dem Wandel der Zeit und dem Aufkommen neue Studien relativierte sich jedoch die Sichtweise. Vermehrt klagen Menschen über Bauchschmerzen und ein Blähgefühl nach dem Verzehr von Milch. Schließlich entwickelt ein nicht unbeachtlicher Teil der Menschen im Laufe des Alters eine Milch-Unverträglichkeit (Laktoseintoleranz). Betroffene greifen daher gewöhnlich zu Alternativen, wie etwa Soja-Milch, Reisdrinks und laktosefreie Milch. Bernhard Watzl vom Max Rubner-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe gibt gegenüber der Welt preis, dass er die Fairlife nicht unbedingt kaufen würde. Schließlich sei Milch so wie sie ist, gut und gesund. Wer sich abwechslungsreich ernährt, der brauche nicht zusätzlich noch auf optimierte Lebensmittel zu setzen, betont der Experte.

Milch ist nicht schlecht

Von dem aktuelle Milch-Bashing halten die Experten nicht viel. So schließt sich auch Isabelle Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in dem Bericht der Meinung von Bernhard Watzl an. An herkömmlicher Milch sei keinesfalls etwas schlechtes. Schließlich enthalte das weiße Getränk wichtige Nährstoffe wie Kalzium und Jod. Zudem ist Milch kalorienarm und beinhaltet die Vitamine B2, B6 und B12 sowie hochwertige Proteine. Entgegen den vereinzelten Meinungen, hält Bernhard Watzl auch fest, dass Milch das Risiko für Diabetes und Bluthochdruck senke. Zudem existiert auch kein handfester Nachweis, dass übermäßiger Milchkonsum die Krebsentstehung fördere. Der Ernährungsexperte behauptet jedoch das Gegenteil. Milch soll eher sogar vor Brustkrebs und auch Darmkrebs schützen.

Die bittere Abrechnung mit Fairlife

Im Fazit hält die Welt fest, dass Fairlife sicher für Menschen mit Laktoseintolleranz geeignet sei. Allerdings könnten diese dann auch auf alternative Produkte wie Joghurt und Käse gut zurück greifen. Schließlich ist hier noch weniger Laktose vorhanden als in Fairlife. Coca Colas neue Super-Milch bietet somit keine Vorteile gegenüber herkömmlicher Milch. Es handelt sich hierbei vielmehr um einen Versuch ein neues Lifestyle-Produkt auf dem Markt zu etablieren, welches unter anderem der Imagepflege dienen dürfte.

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