Der Cormorant wurde von der Firma Tactical Robotics entwickelt und ist in zweierlei Hinsicht bemerkenswert. Zum einen handelt es sich um ein unbemanntes Flugobjekt. Dies ist für ein Flugzeug dieser Größe durchaus ungewöhnlich. Zum anderen handelt es sich um ein sogenanntes VTOL-Fahrzeug – es kann also senkrecht starten und landen und benötigt dementsprechend keine Start- und Landebahn. Erstmals in die Lüfte stieg der Cormorant bereits im Jahr 2013. Seitdem werkeln die beteiligten Ingenieure daran, das ungewöhnliche Flugzeug ausgiebig zu testen und mit neuen Funktionen zu versehen. In der finalen Version soll der Transportflieger dann in der Lage sein, 500 Kilogramm über eine Distanz von fünfzig Kilometern zu transportieren.


Copyright: Tactical Robotics
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Der Flieger könnte eine zentrale Rolle in der Logistik übernehmen

Damit wäre das unbemannte Flugzeug für den Einsatz in der Logistik von Interesse. Denn der Cormorant besitzt zudem die Fähigkeit autonom durch die Lüfte zu fliegen. Es wäre also denkbar, ihn mit großen Mengen an Fracht zu beladen und diese zu einem Verteilzentrum zu fliegen. Von dort aus könnte die Ware dann auf mehrere kleinere Transportmittel – etwa Drohnen – verteilt werden. Eine ähnliche Aufgabe soll beispielsweise zukünftig der Hyperloop im Hafen von Dubai übernehmen. Bis der Cormorant allerdings tatsächlich verkauft werden kann, müssen die Entwickler noch das Redundanz-System verfeinern. Oder mit anderen Worten: Sie müssen sicherstellen, dass der Vogel auch in der Luft bleibt, wenn mal ein Teil der Technik ausfällt.

Geschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern sind geplant

Denn bei einer kleinen Drohne ist ein Absturz in der Regel nicht weiter tragisch, ein Flugzeug mit einer Ladung von bis zu 500 Kilogramm kann hingegen erheblichen Schaden anrichten. In den bisherigen Testflügen erreichte der Cormorant bereits Geschwindigkeiten von bis zu 55 Stundenkilometern. Dies soll allerdings noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein: In der Verkaufsversion soll das Flugzeug später einmal auf bis zu 180 km/h beschleunigen können. Neben dem Einsatz in der Logistik strebt der Hersteller dann vor allem auch eine Vermarktung im militärischen Bereich an. Dort könnte der Cormorant einige Aufgaben von Transporthubschraubern übernehmen, so dass sich keine Piloten mehr in Gefahr bringen müssten.


Via: Tactical Robotics

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