Gehörlose oder Hörgeschädigte sind durchaus in der Lage Musik über Vibrationen wahr zu nehmen. Mit Corus wurde nun ein Gerät entwickelt, das diesen Menschen ebenfalls ermöglicht Musik genießen zu können. Ein Leben ohne Musik ist für Viele kaum vorstellbar. Schließlich begleiten uns einfühlsame Hits, wenn die Beziehungsstimmung gerade ein wenig umschlägt. Bei Regen helfen Sommerhits um dennoch motiviert in den Tag zu starten. Es gibt schier endlose Beispiele bei denen Musik durchaus unseren Alltag begleitet.


Musik hören per Vibrationen

Der Designer Apiwat Anuntrachartwong hat die neuen Corus Kopfhörer entwickelt, die es tauben und hörgeschädigten Menschen ermöglichen Musik fühlen und somit erleben zu können. Bei dem Gadget handelt es sich um einen C-förmigen Kragen, der um den Hals gelegt, Schwingungen abgibt. Die am Hals entstehenden Vibrationen sorgen für den Musikgenuß. Das Corus Design ist sehr schlicht gehalten, so dass der Kragen durchaus auch im Alltag getragen und als Schmuckaccessoire gedeutet werden kann.


An einem Ende befindet sich ein Klinken-Anschluss für den MP3-Player oder das Smartphone. Dieser ermöglicht das Einspeisen von Musik, die in Vibrationen umgewandelt wird. Corus wurde zusammen mit einem schicken Verpackungsdesign entworfen und kann als durchaus gelungen bezeichnet werden. So ist auch die Bedienungsanleitung für das einfache visuelle Verständnis konzipiert. Das Design selbst erinnert ein wenige an die Beats Kopfhörer von Apple, auch die Verpackung weist hier Ähnlichkeiten auf. Corus könnte also in Zukunft auch durchaus als Trendprodukt gehandelt werden. Die Idee ist Spitze und wir hoffen, dass es das Gadget auch in die Serienproduktion schafft.

Um zu beweisen, dass Gehörlosigkeit kein Handicap ist, performte der gehörlose Tobias Kramer 2010 bei dem Supertalent tolle Tanzchoreografien. Hörbehinderte Menschen nehmen den Rhythmus und den Klang von Musik auf eine andere Art und Weise wahr. Da das Gehör eingeschränkt ist, schärfen sich vermehrt der Tast- und auch Sehsinn. Die Augen, der Körper und das Fühlen ersetzen dabei die Ohren. So sind taube und gehörlose Menschen durchaus in der Lage Musik auf eine andere Weise und vielleicht auch sogar viel intensiver wahrnehmen zu können als Hörende.

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Die Wissenschaft arbeitet stets an neuen Lösungen um Gehörlosen und Hörgeschädigten wieder das Hören ermöglichen zu können. Im Januar haben wir erst von einer neuen technolgie berichtet, die es auch tauben Menschen in Zukunft ermöglichen könnte über die Zunge zu hören. Ebenfalls spannend ist die intelligente Software KinTrans, die Gebärdensprache in Worte umwandelt und zu einer besseren Kommunikation zwischen Gehörlosen und Hörenden beiträgt.

Quelle: Behance

1 Kommentar

  1. Kathrin Baumann

    11. Dezember 2015 at 18:09

    Ich will Corus Kopfhörer kaufen und gucke seit Juli immer wieder ob schon auf Markt. Nix!! Ob ihr was neues gehört über Corus oder gib mir Adresse von Firma Corus?? Sorry wegen Deutsch bin Hörgeschadigt

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