Queensland University Cube Project
Queensland University: Das „Cube Projekt“

Die Queensland University in Australien hat ein riesiges Display gebaut um Studenten, Schülern und der Öffentlichkeit eine gänzlich neue digitale Erfahrung im Lern-Bereich zu ermöglichen. Das „Cube“ Projekt ist eines der größten interaktiven Display-Projekte der Welt und wurde in die Mitte des Science and Engineering Centre des Gardens Point Campus errichtet. Ich hatte die Möglichkeit eine Präsentation von einem der Haupt-Entwickler von „Cube“ mitzuerleben und Fragen zu dem Projekt zu stellen. Wie das Projekt genau aussieht, welche Interaktionsmöglichkeiten Nutzer haben und warum es einfach nur faszinierend ist, sich in die Uni zu setzen und auf das riesige interaktive Lern-Display zu schauen erfahrt ihr hier in diesem Artikel.


Cube Projekt der Queensland University in Australien

Wie sieht die Zukunft des Lernens aus? Digitale Informationen haben unser Lernverhalten extrem verändert, doch noch immer arbeiten wir an Desktop Rechnern, Laptops, Tablets und Smartphones um uns Informationen zu holen, zu lesen, Informationen zu teilen, und wissenschaftliche Schriften abzuliefern. Die Queensland University in Australien wollte wissen, ob ein riesiges interaktives Display das Lernverhalten der Studenten, Professoren und Gäste positiv verändern kann und wie sich ein solches Projekt in mitten einer Uni entwickelt. Für Präsentationen und Ausstellungen eignet sich Cube ideal, denn es besteht aus dutzenden interaktiven Displays auf mehreren Stockwerken, die die Nutzer individuell via dem einchecken mit der Studentenkarte und der Erstellung eines Accounts nutzen können um ihre eigenen Inhalte auf die digitale Riesenwand hochzuladen. Theoretisch können bis zu 12 Nutzer gleichzeitig mit der Wand arbeiten, hochgeladenes Material zu neuen Collagen sortieren, Notizen machen, Videos abspielen und so weiter – und das ums nochmal zu betonen in Riesenformat. Man kann sich aber auch einfach nur hinsetzen und ein Riesen-Korallenriff (siehe Bild oben) bestaunen, welches mit einer Unterwasser-Kamera vor der australischen Küste aufgezeichnet worden ist. Die Wand an sich, einfach beeindruckend.

Extrem viele Details in der Nutzergestaltung

In der Präsentation haben wir von den vielen Details, die das System CubeIT mitbringt erfahren. Die Nutzer der Riesen-Wand haben wirklich eine extrem hohe Auswahl an Interkationsmöglichkeiten und das Design der einzelnen Elemente wurde mit Liebe zum Detail gestaltet. Alles sieht extrem gelungen aus. Leider aber und das hat nicht nur mich, sondern auch die Entwickler überrascht nutzen die Schüler, Studenten und Professoren die Wand nicht wie erwartet. Für Ausstellungen und Präsentationen und zum Herumspielen eignet sich die Wand hervorragend, aber revolutioniert Cube auch das Lernen und Forschen auf Dauer? Leider nein, jedenfalls bisher und das liegt vermutlich an einem wesentlichen Faktor. Die Wand ist in ihrer Natur leider nur eine Wand – flach – und kein Mensch will auf Dauer mit einer Wand interagieren. Das ideal ist, dass Nutzer nicht erst einen langen Weg zur zur nutzenden Technologie machen müssen und wenn sie es tun, dann müssen sie ja schon einen richtig guten Grund für ihr Tun haben. Cube liefert eigentlich genügend Gründe um mit ihr zu interagieren, aber die Art und Weise ist einfach zu plastisch. Die Design und Interaktion prinzipiell top-gelungen aber der Kontext zum Körper ist der falsche. Die Menschen stehen quasi mit dem Gesicht zur Wand und müssen noch ihre Hände heben um mit ihr zu interagieren. Das kann auf Dauer nicht gut gehen vor allem nicht, wenn man lernen will. Es scheint einfach zu mühsam zu sein. Auch das vor der Wand stehen und die Wand berühren zu müssen ist nicht ideal. Technologie muss sich den Nutzern anpassen, mehr denn je vom physischen Aspekt her. Daher könnte ein Lösungsansatz für die Zukunft von Cube sein, die Steuerung über in der Luft freiausführbaren Gesten oder direkt die Steuerung via eines Brainwave-Reader. Das Projekt Cube ist sicherlich bis hierhin ein Erfolg, doch um das volle Potential der Wand zu nutzen muss sich diese dem Menschen in seinem alltäglichen Verhalten noch mehr anpassen um es begreifbar zu verbessern und konsequenterweise dann auch zu ändern. Ob eine Wand dies in ihrer Natur vermag bleibt abzuwarten. Das Cube Projekt kann am Gardens Point Campus der Queensland Universtiy in Brisbane bestaunt und getestet werden.


Das Cube Projekt der Queensland University in Australien als Video

Quelle: Queensland University

 

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