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Cyborg Olympics: So gut sind Prothesen und andere Hilfsmittel inzwischen

Bei den Paralympics kommt es immer wieder zu Diskussionen über sogenanntes Techno-Doping. Im Kern geht es dabei immer um den Vorwurf, ein Sportler habe durch technische Hilfsmittel nicht nur seine körperliche Behinderung ausgeglichen, sondern sich auch einen zusätzlichen Vorteil verschafft. Einige Wissenschaftler aus Europa hat dies zu der Fragestellung inspiriert, wie leistungsfähig Prothesen und ähnliche Hilfsmittel inzwischen tatsächlich sind. Daraus entstanden ist der sogenannte Cybathlon, bei dem eine Vielzahl an Disziplinen ausgetragen werden – und Techno-Doping ausdrücklich erwünscht ist. Die erste Austragung wird dabei im Oktober diesen Jahres in Zürich stattfinden. Zahlreiche Fernsehsender – darunter auch die britische BBC – haben bereits eine Übertragung von Teilen des Events angekündigt.

 ┬ę Cybathlon (ETH/Alessandro Della Bella)

┬ę Cybathlon (ETH/Alessandro Della Bella)

Elektrische Impulse können die Beinmuskeln von Querschnittsgelähmten aktivieren

Die Disziplinen reichen dabei vom Öffnen eines Marmeladenglases über das Treppensteigen bis hin zu Geschicklichkeitsspielen. Neben modernen Prothesen kommt dabei auch andere unterstützende Technik zum Einsatz. So ist beispielsweise ein Radrennen geplant, bei dem die Beinmuskeln von Querschnittsgelähmten durch elektrische Impulse aktiviert werden. Für die Fahrer kommt es also nicht darauf an, möglichst viel Kraft zu entwickeln, sondern vielmehr das Rad geschickt zu steuern und so als erster ins Ziel zu kommen. Dies gilt für fast alle Wettbewerbe: Kontrolle über die Prothese und eine gewisse Geschicklichkeit sind in der Regel deutlich wichtiger als Kraft oder Fitness.

Der sportliche Wettkampf soll für Innovationen sorgen

Die Veranstalter hoffen, dass sich die Veranstaltung auch längerfristig etablieren wird. Für die Industrie könnte dann ein Ansporn entstehen, weitere technische Innovationen zu entwickeln und so das Leben von Menschen mit Behinderungen zu erleichtern. So tragen heute beispielsweise noch lange nicht alle Menschen mit einer Amputation auch eine Prothese. Je besser die Technik allerdings wird, desto weiter dürfte sie sich auch verbreiten. Für die Zukunft ist daher angedacht, die nächste Austragung des Cybathlons 2020 in Tokio zu organisieren – und so im Fahrwasser der Olympischen Sommerspiele dort weitere Aufmerksamkeit zu generieren.

Via: The next web

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