Googles Mutterkonzern Alphabet hat mit der sogenannten „Moonshot Factory“ eine eigene Abteilung, in der an ausgefallenen Ideen und Visionen geforscht wird. Oftmals geschieht dies im Verborgenen, einige Projekte werden aber auch von einer interessierten Öffentlichkeit verfolgt. Dazu gehört beispielsweise das Project Loon. Die Idee dabei: Ballons steigen in die Stratosphäre auf und versorgen von dort abgelegene Orte mit einer sicheren Internetverbindung. Ursprünglich sollten dabei hunderte Ballons konstant um die Erde kreisen und so ein dauerhaftes Signal ermöglichen. Dieser Ansatz ist aber sehr kostenintensiv, vor allem wenn zu Beginn nur bestimmte Gebiete versorgt werden sollen. Nun ist den Forschern allerdings ein Durchbruch gelungen: Die Ballons können jetzt gezielt über einem Gebiet schweben – eine weltweite Kette ist also nicht mehr notwendig.


Google Loon Project
Google Loon Project

Der neue Ansatz ist deutlich kostengünstiger

Möglich wurde dies durch den Einsatz künstlicher Intelligenz. Diese fand einen Weg, wie die Ballons die verschiedenen Stratosphärenwinde so ausnutzen können, dass sie stets über dem Zielgebiet verbleiben. Dabei nutzt die Technologie die Tatsache, dass die Winde nie konstant in eine Richtung blasen, sondern es auf verschiedenen Höhen auch Verwirbelungen und Gegenwinde gibt. Die künstliche Intelligenz kann den Ballon nun so auf- und absteigen lassen, dass der Ballon immer in die gewünschte Richtung fliegt. Dies ist deutlich günstiger als die ursprüngliche Idee, die Internetballons einmal um die komplette Erde schweben zu lassen.

Alphabet drängte zuletzt auf Fortschritte im Project Loon

Der technologische Durchbruch kommt dabei genau zur richtigen Zeit. Denn zuletzt berichteten Medien immer wieder darüber, dass Alphabet mit den Fortschritten beim Project Loon unzufrieden war und einen günstigeren und schneller zu realisierenden Ansatz forderte. Dieser scheint sich dank der künstlichen Intelligenz nun aufzutun. Gute Nachrichten sind dies vor allem für die Menschen in Indonesien und Sri Lanka. Denn mit den dortigen Regierungen hat Alphabet bereits eine Vereinbarung getroffen, sodass das Internet über die Stratosphären-Ballons dort als erstes zum Einsatz kommen dürfte. Wann dies allerdings der Fall sein wird, darüber hüllen die Entwickler der Moonshot Factory auch weiterhin den Mantel des Schweigens.


Via: Newatlas

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2 Kommentare

  1. Achmed Khammas

    2. Mai 2017 at 01:40

    Wo versteckt Ihr auf den Artikelseiten eigentlich das jeweilige Datum? Habe sogar mit Lupe nichts gefunden… es wäre nett, ein solches sichtbar zu machen. Danke!

  2. Max L.

    2. Mai 2017 at 12:02

    In der URL ist das Datum zu finden. Dieser Artikel ist vom 20.02.2017. Könnte man sicher aber auch im Artikel selbst noch unterbringen.

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