Die englische Kohle wird für immer einen bedeutenden Platz in der Geschichte der Menschheit behalten. Denn ohne die Energie aus dem Boden wäre die industrielle Revolution nicht denkbar gewesen. Doch inzwischen hat die Welt sich gewandelt. Viele Staaten streben nun eine grüne Revolution an, deren vorläufiger Höhepunkt der Weltklimavertrag von Paris war. Kohlekraftwerke allerdings sind vergleichsweise umweltschädlich und belasten das Klima unverhältnismäßig stark. Großbritanniens Regierung hat daher bereits angekündigt, bis 2025 vollständig aus der Kohleenergie auszusteigen. Noch schneller ging es allerdings für die Arbeiter in den Kohleminen des Landes. Mit der Kellingley Mine schließt heute die letzte Zeche Großbritanniens dauerhaft ihre Tore.


Foto: Paul Glazzard [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons
Foto: Paul Glazzard [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Europäische Kohle ist nicht mehr konkurrenzfähig

Dabei hätte dort theoretisch noch die nächsten zwanzig Jahre Kohle gefördert werden können. Doch der Abbau von Kohle ist kein zukunftsträchtiges Geschäft mehr – zu stark sind die Erneuerbaren Energien auf dem Vormarsch. Die noch verbliebenen Kohlekraftwerke in Großbritannien werden zukünftig stattdessen mit Kohle aus Russland oder Kolumbien befeuert. Diese ist deutlich billiger als die heimische Kohle. Einerseits liegt dies daran, dass die Vorkommen dort einfacher zu erreichen sind, andererseits aber auch an den niedrigeren Löhnen und den nicht so strengen Arbeitsbestimmungen. Langfristig will Großbritannien dann komplett auf Energie aus Kohle verzichten.

Kohle ist in Westeuropa ein Auslaufprodukt

Eine ähnliche Entwicklung lässt sich auch in Deutschland beobachten. Große Kohlevorkommen im Ruhrgebiet und im Saarland befeuerten hierzulande ebenfalls die industrielle Revolution. Seit den 1960er Jahren allerdings konnte die heimische Kohle nicht mehr kostendeckend gefördert werden. Staatliche Subventionen halfen lange die Industrie am Leben zu erhalten. Diese laufen 2018 allerdings aus, dann dürften auch die letzten deutschen Zechen den Betrieb einstellen. Während in Westeuropa die umweltschädliche Kohleenergie in absehbarer Zeit ein Ende finden wird, setzen viele Schwellen- und Entwicklungsländer noch immer auf diese vergleichsweise billige Form der Energieerzeugung. Auch dort befinden sich die Erneuerbaren Energien aber auf dem Vormarsch.


Via: Digital Journal

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