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Das Schrankhaus: Wohnen auf zwölf Quadratmetern

In den Innenstädten vieler Metropolen übersteigt die Nachfrage nach Wohnraum das Angebot bei weitem. Die Folge sind stark steigende Mietpreise. Dies hängt nicht nur damit zusammen, dass so viele Menschen in der Stadt leben wollen, sondern auch mit den sich verändernden Lebensverhältnissen: Die Zahl der Ein-Personen-Haushalte hat über die Jahre kontinuierlich zugenommen. Dies stellt Architekten und Städteplaner vor ganz neue Aufgaben. Eine Antwort auf diese Entwicklung lautet dabei: Downsizing – also der Versuch möglichst komfortables Wohnen auf wenig Fläche zu ermöglichen. Auf der Baufachmesse bautec, die gestern in Berlin eröffnete, wird dabei aktuell ein interessantes Konzept präsentiert: Das nur zwölf Quadratmeter große Schrankhaus aus Holz.

Das Schrankhaus kann überall errichtet werden

Das Besondere dabei ist die modulare Leichtbauweise. Denn im Inneren des Schrankhauses befinden sich verschiedene Module. So gibt es ein Küchenmodul, ein Schlafmodul, ein Badezimmermodul und ein Wohnmodul. Ebenfalls bereits in der Entwicklung befindet sich zudem ein Arbeitsmodul. Diese können dann jeweils bei Bedarf hervor gezogen und ausgeklappt werden. Mit Hilfe der verschiedenen Module lässt sich das Schrankhaus so stets individuell auf die Bedürfnisse des Bewohners zuschneiden. Entwickelt wurde das Konzept vom Studiengang Holzingenieurwesen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Die Leichtbauweise ermöglicht es dabei, das Schrankhaus auf beinahe jeder freien Fläche zu errichten – ein aufwendig zu errichtendes Fundament ist nicht notwendig.

Das Schrankhaus ist Teil eines Tin-House-Trends

Bisher handelt es sich allerdings noch um ein reines Konzept, von dem lediglich ein Prototyp existiert. Über den endgültigen Preis eines solchen Mini-Hauses lässt sich daher noch nicht viel sagen. Es wurde aber bewusst als attraktive Alternative für die Mittelschicht konzipiert. Dies unterscheidet das Schrankhaus von den „Apaato“ genannten kleinen Holzhäusern, die man beispielsweise in Tokio in vielen Baulücken sieht. Dort wohnen zumeist eher ärmere Menschen. Das Schrankhaus knüpft daher eher an den Tiny-House-Trend an, der in den USA in Folge der Finanzkrise entstand. Weitere Beispiele für diesen Trend sind beispielsweise ALPOD, ein Mini-Apartment im Aluminiumgewand, oder das in den Niederlanden konzipierte Esk’et Tiny House.

Via: Konzept der Hochschule (PDF)

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