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Das war 2015: Das Weltall

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu. Traditionell ein Zeitpunkt, an dem man zurückblickt und die Höhepunkte des Jahres Revue passieren lässt. Das wollen wir hier tun – und zwar bezogen auf die Erforschung und Erschließung des Weltalls. Denn 2015 war diesbezüglich ein aufregendes Jahr, das uns viele Ereignisse schenkte, die auf Unterfangen und Missionen der NASA und ihrem europäischen Gegenstück der ESA basieren, die bereits vor Jahrzehnten ihren Anfang nahmen.

Pluto: Bilder von New Horizon

Die New Horizon Mission der NASA brachte uns 2015 unglaublich faszinierende Bilder von der Oberfläche des Pluto. Die Aufnahmen, die bei einem dichten Vorbeiflug aufgenommen wurden, zeigten Flecke, die von organischem Material herrühren, mit Eis bedeckte Bergläufe sowie eine Atmosphäre. Der kleine Himmelskörper Pluto zeigte sich deutlich interessanter als anfangs angenommen und machte sich allemal für weitere Missionen interessant.

Wasser auf dem Mars

Die Bekanntmachung, dass die NASA fließendes Wasser auf dem Mars gefunden hat, sorgte dieses Jahr definitiv für Aufsehen. Der Grund ist einfach: Wo es fließendes Wasser gibt, da gibt es oft auch Leben. Das wirkt sich nicht nur auf unsere Sicht auf den Mars aus, sondern führte die Wissenschaft auch dazu, neue Existenzgrundlagen für Wasser anzunehmen, was wiederum in einer anderen Sicht auf Leben auf anderen Himmelskörpern resultierte.

Wasser Mars

Bild: NASA

Außerdem brachte 2015 die Erkenntnis, dass die Sonne für die dünne Atmosphäre auf dem Mars verantwortlich ist. Vor vier Milliarden Jahren war der Mars eine wasserreiche Welt, die dann von der Sonne in das Ödland verwandelt wurde, dass sich einem Besucher heute präsentieren würde.

Der Start von LISA Pathfinder

Die europäische Raumfahrtbehörde ESA hat dieses Jahr erfolgreich die LISA Pathfinder Sonde ins All geschickt. Missionsbeginn im Orbit zwischen Erde und Sonne ist für den Februar 2016 vorgesehen. LISA Pathfinder soll später dabei helfen, Gravitationswellen zu erkennen und zu dokumentieren.

Breakthrough Listen: Auf der Jagd nach ET

Der russische Milliardär Yuri Milner gründete eine Initiative mit 100 Millionen Dollar Budget, um 100 unserer Nachbargalaxien auf Signale von außerirdischem Leben zu durchforsten. Die Initiative namens Breakthrough Listen nutzt dazu die Radioteleskop in Parkes (Australien) sowie das optische Lick Observatorium, falls die Signale in optischer Technik vorliegen.

Die Suche wird sich über Jahrzehnte hinziehen und in ihrem Verlauf werden die genutzten Teleskope weiterentwickelt werden, was der astronomischen Wissenschaft weltweit zugute kommen wird. Und auch wenn die Suche nicht erfolgreich verlaufen wird sind aus ihr erstaunliche Erkenntnisse über unsere Galaxy zu erwarten. Das ultimative Ziel der Initiative ist es aber, die Frage zu beantworten, die die Menschheit schon seit Jahrzehnten quält: Sind wir alleine im Universum?

Der Blutmond

Im September 2015 konnte eine Mondfinsternis beobachtet werden. Diese wurde von vielen Menschen beobachtet, da sich der Mond in ihrem Verlauf blutrot einfärbte, was daran lag, dass die Erdatmosphäre die Strahlen der Sonne filterte, was dazu führte, dass nur längere, rote Wellenlängen durchgelassen wurden. Die Finsternis fiel mit dem Zeitpunkt zusammen, an dem der Mond am dichtesten an der Erde ist, was sie optisch besonders beeindruckend machte. Die nächste derartige Mondfinsternis wird 2033 stattfinden.

Dawn erforscht Ceres

Die Dawn-Mission der NASA hat es zum Ziel, den Himmelskörper Ceres zu erforschen. Dabei handelt es sich um einen Zwergplaneten und den größten Himmelskörper im Asteroiden-Gürtel. Auf den Aufnahmen von Ceres entdeckte die NASA helle Flecken, die so überraschend waren, dass die Weltraumbehörde eine Online-Abstimmung startete, um vorherzusagen, worum es sich handelte.

Bild: NASA

Bild: NASA

Die Entdeckung von Kepler–452b

Das Raumgefährt Kepler sucht rund um Sterne in unserer Galaxie nach Exoplaneten. Auch nachdem wichtige Systeme ausfielen wurde die Suche fortgesetzt. Inzwischen wurden im Rahmen der Kepler-Mission 1030 Welten entdeckt, die aufregendste davon in diesem Jahr: Ein steiniger Planet, der von der Größe her sehr dem unseren ähnelt. Er wurde auf den Namen Kepler–452b getauft. Die Ähnlichkeit in der Größe macht den Planeten noch nicht “erdähnlich”, aber dennoch handelt es sich um eine aufsehenerregende Entdeckung, die als wichtiger Schritt in der Erforschung anderer Himmelskörper gilt.

Philae landet auf dem Kometen 67P

Im Rahmen der Rosetta-Mission gelang es der NASA, das Mini-Labor Philae erfolgreich auf dem Kometen 67P abzusetzen. Eine überraschende Erkenntnis der Rosetta-Mission war es, dass das Wasser auf dem Kometen offenbar dreimal mehr “schweres Wasser” enthält wie die Ozeane der Erde. Schweres Wasser ist Wasser, bei dem Wasserstoff mit dem schwereren Isotop Deuterium ersetzt wurde.

Salat im All

Bild: NASA

Bild: NASA

Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation ISS nahmen 2015 den ersten Bissen von Salat, der im All gezogen wurde. Was nach keinem großen Ereignis klingt, ist tatsächlich eine Demonstration der Tatsache, dass der Mensch im All unabhängig Nahrung heranziehen kann. Diese Tatsache wird sich positiv auf die weitere Erforschung des Weltalls auswirken.

1 Kommentar

  1. Sehr schön solch positive Nachrichten zu lesen. Gerade auch die Investition des russischen Millionärs ist einfach klasse. Es sollte definitiv mehr Menschen wie Ihm geben. Edward Snowden bestätigte ja schon selbst, dass wahrscheinlich außerirdische Signale an unsere Erde geschickt werden, wir sie jedoch nicht entschlüsseln können.

    Ich liebe es hier „positive“ Neuigkeiten und Erfindungen zu lesen, da man in der übrigen Propaganda News-Welt, leider nur Kriegshetze zu lesen bekommt. Vielen Dank für Eure Arbeit

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