Vor einiger Zeit berichteten wir darüber, dass die NASA Probleme hat, mit ihren Voyager-Sonden zu kommunizieren. Diese waren in den 1970er Jahren ins All gestartet und in den damals gängigen Programmiersprachen programmiert worden. Diese sind inzwischen aber in Vergessenheit geraten und werden nur noch von wenigen Menschen beherrscht. Ein Bericht des US-Rchnungshof zeigt nun aber, dass die NASA nicht die einzige US-Behörde mit diesem Problem ist. So nutzt die staatliche Rentenversicherung 30 Jahre alte Computer, die eine noch ältere Programmiersprache verwenden: COBOL entstand Ende der 1950er Jahre in der Frühzeit der Computertechnologie. Die Behörde hat daher damit begonnen, ehemalige Mitarbeiter aus dem Ruhestand zu holen und entsprechende Schulungen durchführen zu lassen.


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Diskettenlaufwerke sollen im Laufe des nächsten Jahres abgeschafft werden

In anderen Behörden und Ministerien sieht es allerdings auch nicht viel besser aus. So nutzt das Verteidigungsministerium einen IBM-Computer aus den 1970er Jahren, der Daten ausschließlich per Diskette empfangen und abgeben kann. Besonders groß dürfen die Datenpakete dabei aber nicht sein – eine Diskette kann zumeist nur wenige Megabyte speichern. Dieser Zustand soll allerdings bald enden. Bis zum Ende des nächsten Jahres sollen die Diskettenlaufwerke aus dem Pentagon verschwinden. Ansonsten aber zeigte sich eine Sprecherin eher zurückhaltend, was eine Modernisierung der Computertechnologie angeht. Man benutze die System, weil sie noch funktionierten, so der Kommentar.


Die veralteten Systeme verursachen hohe Wartungs- und Unterhaltskosten

Aus finanzieller Sicht macht diese Haltung allerdings keinen Sinn, wie der US-Rechnungshof in seinem Bericht betont. Denn die Unterhalts- und Wartungskosten für die veralteten Systeme sind unverhältnismäßig hoch. Schon heute können daher 75 Prozent des Budgets für IT-Technologie nicht für Neuanschaffungen genutzt werden – mit zukünftig vermutlich steigender Tendenz. An Geld mangelt es dabei eigentlich nicht: Das Government Accountability Office schätzt, dass alleine im vergangenen Jahr rund 80 Milliarden Dollar in diesen Bereich geflossen sind. Das Budget für Neuanschaffungen wird allerdings regelmäßig gekürzt. So stehen im nächsten Jahr rund sieben Milliarden Dollar weniger zur Verfügung als noch im Jahr 2010.

Via: DigitalJournal

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