Die Mongolei ist auch als Land des blauen Himmels bekannt. Der Name kommt dabei von der Tatsache, dass an stolzen 250 Tagen im Jahr die Sonne scheint und der Himmel kaum einmal von Wolken bedeckt ist. Gleichzeitig sind die Böden des Landes aber nur schlecht für den Ackerbau geeignet. Stattdessen wird vor allem eine traditionelle nomadische Viehwirtschaft betrieben. Für den Staat stellt dies aber eine Herausforderung dar. Denn es ist deutlich einfacher, ganze Dörfer an das staatliche Stromnetz anzuschließen als die immer an wechselnden Orten stehenden Zelte der Nomaden. Doch inzwischen gibt es eine Lösung: Rund 70 Prozent der rund 800.000 Nomaden in der Mongolei werden mithilfe von Solarmodulen mit Strom versorgt.


Via: Inhabitat

Die Sonnenenergie versorgt Kühlschränke und Handys mit Strom

Diese werden dabei an den traditionellen Zelten angebracht und sind oftmals bereits von weitem zu sehen, weil das Sonnenlicht von den Siliziumzellen reflektiert wird. Für die darin lebenden Nomaden hat die dauerhafte Stromversorgung eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität mit sich gebracht. So kann inzwischen ein Kühlschrank betrieben werden, wodurch Lebensmittel länger haltbar bleiben. Außerdem sorgt der Sonnenstrom dafür, dass die Handys der Bewohner regelmäßig aufgeladen werden. Dies ist zum einen wichtig, um im Notfall medizinische Hilfe organisieren zu können. Zum anderen können die Nomaden so aber auch Kontakt zu ihren Kindern halten, die oftmals ein Internat besuchen oder in einer der größeren Städte arbeiten.

Die Weltbank finanzierte einen Teil des Projekts

Finanziert wurden die Solarmodule zunächst durch ein spezielles Programm der mongolischen Regierung. Ausgerechnet als sich die ersten Erfolge zeigten, wurde aber das Geld knapp. Glücklicherweise sprang dann allerdings die Weltbank ein und übernahm die Hälfte der Kosten. Das Programm beschränkt sich nicht nur auf die Verteilung der Solarmodule, sondern stellt auch sicher, dass diese regelmäßig gewartet und repariert werden können. Dazu wurden insgesamt 50 Service-Center in der ganzen Mongolei eingerichtet. In jeder der 21 Provinzen des Landes findet sich seitdem mindestens eine Gelegenheit, das Solarmodul in Ordnung bringen zu lassen. Diese Infrastruktur soll auch nach Ende des Programms aufrechterhalten werden.


Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.