Es ist der denkbar schlechteste Start in den Urlaub: Man wartet am Gepäckband, aber der eigene Koffer erscheint nicht. Für den Passagier ist dies ärgerlich, weil er nun länger auf seine Klamotten warten muss. Gleichzeitig ist dies aber auch für die Airline alles andere als angenehm, denn ihr entstehen in der Regel zusätzliche Kosten, um das Gepäckstück dann doch noch ans Ziel zu bringen. Die US-Fluggesellschaft Delta Airlines setzt daher nun auf eine neue Technologie namens Radio-Frequency Identification, um Fehler beim Gepäcktransport zu vermeiden. Dabei handelt es sich um einen Chip, der an dem Gepäckstück angebracht wird. Mit dessen Hilfe lässt sich dann unter anderem immer der aktuelle Standort feststellen.


By Eddie Maloney from North Las Vegas, USA (N672US) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons
By Eddie Maloney from North Las Vegas, USA (N672US) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Der Scanvorgang verläuft vollkommen automatisiert

Wichtiger aber noch: Durch den Chip kann das Gepäckstück kabellos gescannt werden. Dazu hat Delta Airlines entsprechende Gepäckbänder entwickelt. Diese werden genutzt, um die Taschen und Koffer in den Bauch des Flugzeuges zu befördern. Während dieses Vorgangs werden die Gepäckstücke dann automatisch gescannt. Wird dabei ein Objekt identifiziert, das eigentlich in ein anderes Flugzeug gehört, stoppt das Band automatisch und gibt ein Signal von sich. Bisher werden die Gepäckstücke von Mitarbeitern per Hand gescannt, was allerdings erstens deutlich fehleranfälliger und zweites auch arbeitsaufwendiger ist. Delta Airlines hofft, mit Hilfe der neuen Methode die Zahl der am Zielort fehlenden Gepäckstücke um zehn Prozent reduzieren zu können.

Zunächst sollen 85 Airports mit der Technik ausgestattet werden

Dies klingt auf den ersten Blick nach eher wenig, ist in absoluten Zahlen ausgedrückt, aber durchaus eine relevante Menge: Erreicht die Airline ihr Ziel würde dies bedeuten, dass 25.000 Gepäckstücke weniger zu den Passagieren nach Hause oder ins Hotel geliefert werden müssten. Dies brächte für die Airline natürlich erhebliche Kosteneinsparungen mit sich. Die neue Technologie soll dabei zunächst an den 84 Airports zum Einsatz kommen, die von Delta Airlines am meisten genutzt werden. Erweist sich die Maßnahme dann als erfolgreich könnten aber schon bald auch die restlichen Flughäfen folgen.


Via: Phys.org

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