Eine Masern-Erkrankung scheint auf den ersten Blick nicht besonders schlimm zu sein. Es bilden sich rote Flecken auf der Haut und grippeähnliche Symptome setzen ein. Nach etwa einer Woche hat der Spuk dann in der Regel ein Ende. Immer wieder kommt es aber auch zu schweren Nebenwirkungen wie Hirnschwellungen, Blindheit oder Lungenentzündungen kommen. Noch in den späten siebziger Jahren starben jährlich rund 2,6 Millionen Menschen an Masern. Dann kam eine preiswerte und leicht zu verabreichende Impfung auf den Markt und massive Impfkampagnen setzten ein. Diese konnten nun einen großen Erfolg verzeichnen: Der amerikanische Kontinent gilt als erste Region der Welt als masernfrei.


Credit: PAHO/WHO
Credit: PAHO/WHO

Seit 1994 wurde kontinuierlich auf das Ziel hingearbeitet

Auch dort hat es allerdings einiges an Zeit in Anspruch genommen bis die Viruserkrankung endgültig besiegt werden konnte. Denn bereits 1994 hatten es sich die Staats- und Regierungschefs der Länder Nord-, Süd- und Mittelamerikas zum Ziel gesetzt, die Masern bis zur Jahrtausendwende von ihrem Kontinent zu vertreiben. Doch immer wieder kam es zu Rückschlägen. Unter anderem im Dezember 2014 als sich im Disneyland insgesamt 140 Personen mit den Masern infizierten. Doch der letzte bisher bekannte Fall auf dem amerikanischen Kontinent trat vor über einem Jahr in Brasilien auf. Die Experten der Weltgesundheitsorganisation stufen das Gebiet daher nun als masernfrei ein.

In Deutschland verläuft rund jede tausendste Masernansteckung tödlich

Die Masern stehen damit nun in einer Reihe mit den Pocken, den Röteln und der Kinderlähmung, die ebenfalls in Amerika eliminiert werden konnten. Eine Gefahr besteht allerdings noch: Durch Besucher von anderen Kontinenten können die Masern natürlich jederzeit wieder eingeschleppt werden. Es ist daher wichtig, die Impfquote hoch zu halten, damit sich das Virus in einem solchen Fall nicht erneut verbreiten kann. In Deutschland ist die Zahl der Masernerkrankungen aufgrund der Impfungen ebenfalls stark zurückgegangen. Noch immer kommt es aber jährlich zu bis zu 2500 neuen Erkrankungen. Etwa jede tausendste Erkrankung verläuft dabei tödlich. Anders als in den Vereinigten Staaten besteht hierzulande allerdings keine Impfpflicht für Kinder.


Via: Newatlas

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