Gesunder Schlaf ist wichtig und lässt den Körper wieder neue Energie tanken. Immer mehr Menschen probieren dabei den Schlaf zu verbessern und setzen nicht nur auf qualitativ hochwertige Matratzen, sondern auch auf intelligente Schlafsensoren. So bieten auch moderne Fitnessarmbänder und Smartwatches die Möglichkeit den Schlaf zu überwachen und mit Hilfe der ausgespukten Analysen letztlich auch verbessern zu können. Anstelle eines der neuartigen Wearables haben wir uns passend zu dem Thema den Beddit Schlafsensor von Medisana einmal genauer angeschaut.


 

Beddit


Installation und Funktionen

Im Kern besteht der Beddit Schlafsensor aus einem länglichen dünnen Bandsensor und einem Bluetooth-Sender die zusammen über ein USB-Kabel mit Strom versorgt werden. Das mit im Lieferumfang enthaltene Netzteil stellt dann die finale Verbindung zum Stromnetz her. Zudem ist auch eine Anleitung mit dabei, die zeigt, wie der Bandsensor genau angebracht wird. Das ist wichtig um optimale Messergebnisse zu erhalten. Der Sensor wird schließlich auf der Matratze und unterhalb des Bettlakens befestigt und über die klebrige Rückseite in Position gehalten. Wird das Band des Öfteren abgezogen oder verrückt, lässt die Klebkraft nach. Hier kann man sich allerdings mit doppelseitigen Klebeband behelfen. Die Installation des Sensors ist kein Hexenwerk und binnen weniger Minuten erledigt. Wer ein besonders breites Bett hat, der dürfte allerdings ein wenig Probleme mit der Spannweite bekommen. Hier könnte der Breitenspielraum seitens des Herstellers noch ein wenig großzügiger gestaltet werden. Nach der erfolgreichen Anbringung empfiehlt es sich nun die entsprechende Beddit App für iOS oder Android auf das Smartphone zu laden. Die App ist jeweils kostenlos verfügbar.

Schlafsensor

App und Plattform

Über die App kann dann ein Account per E-Mail Adresse angelegt und in Zukunft verwaltet werden. Hierüber gelingt dann auch die Kommunikation mit dem Bluetooth-Sender. Nachdem das Smartphone und der Schlafsensor zum ersten Mal gekoppelt wurden, geschieht die automatische Verbindung in der Folge binnen weniger Sekunden. Das App Interface ist recht einfach gehalten. Man findet sich recht schnell zurecht und bekommt so auch einen Überblick über das Funktionsspektrum. In den Einstellungen kann man unter anderem die gewünschte Schlafdauer festlegen und weitere Themenfelder erschließen. Als Schlüsselfunktion erweist sich unter anderem der Schlafcoach, der wertvolle Tipps liefert um den Schlaf zu verbessern. Dabei werden die Nächte entsprechend aufgezeichnet und am Folgetag eine Auswertung sowie ein Score geliefert. Um noch mehr Informationen über den eigenen Schlaf zu erhalten und darüber hinaus auch die Daten von Familienmitgliedern verwalten zu können, lohnt sich der Besuch der Beddit-Website. Der Beddit Family-Account ermöglicht auch die Eingabe zusätzlicher Daten wie das Körpergewicht, die Größe und das Alter. Neben den Infos, die auch in der App angezeigt werden, erfährt man noch weitere interessante Statistiken. Allerdings ist die Website bisher nur in der englischen Sprache verfügbar.

Beddit

Test

Wir haben den Beddit Schlafsensor ein paar Tage getestet und sind angetan von dem Gerät. Das Smartphone verbindet sich automatisch mit dem Sensor, so dass keine großartigen Aktivierungen vor Beginn der Aufzeichnungen durchgeführt werden müssen. Beddit erkennt unter iOS, wann sich jemand in das Bett legt. Ist der Schlaf beendet braucht man lediglich auf „Schlaf beenden drücken“. In der Folge wertet die App die letzte Nacht aus. Besonders interessante Daten sind zum einen, die Zeit die benötigt wird bis der Nutzer eingeschlafen ist. Zudem misst der Sensor auch die einzelnen Schlafphasen und zeigt sogar an ob man geschnarcht hat. Ein ziemlich interessantes Nebenfeature, da hier auch der skeptischste Schnarcher entlarvt wird. Die Grafik zeigt sehr schön die Tiefschlafphasen an und liefert auch Daten, wann unruhiger geschlafen wurde oder eine Tiefenentspannung eintrat. Mit berücksichtigt wird übrigens auch, wenn man in der Nacht aufsteht und wenige Minuten später wieder zu Bett geht. Dabei werden graue Lücken in der Grafik angezeigt. Die Unterbrechungen werden von der Gesamtschlafzeit dann entsprechend abgezogen. Besonders hilfreich ist auch die Schlaftstatistik nach einigen Tagen Nutzung und der Trendangabe. Alles in allem also ein spannendes Tool.

Beddit

Fazit

Der Beddit-Schlafsensor arbeitet zuverlässig und liefert sicher präzisere Daten als so manche Smartphone-App oder Fitness-Wearable. Der Vorteil ist, dass man hier kein Gerät unmittelbar auf der Matratze liegen haben oder am Handgelenk tragen muss. Auch das Smartphone muss sich während der Aufzeichnung nicht unmittelbar in der Nähe befinden. Das schmale Band erfasst die Daten recht gut und zeichnet auch fleißig auf, wenn man auf der Seite liegt. Nach ein paar Tagen kann man interessante Werte zum eigenen Schlaf sammeln und weiß beispielsweise wieviel Zeit im Schnitt für das Einschlafen benötigt wird. Begrüßenswert sind auch die Tipps auf Grundlage der vergangenen Nacht. Das Gadget trägt durchaus dazu bei den Schlaf auf lange Sicht verbessern beziehungsweise besser verstehen zu können. Vor allem die Bewusstseinserweiterung durch die aufgezeichneten Daten hilft hier sehr. In Zukunft könnten jedoch noch weitere persönliche Daten dazu beitragen den Schlaf auch aktiv effizienter gestalten zu können. Es wäre dabei beispielsweise nützlich auch Angaben zu etwaigen sportlichen Aktivitäten vor dem Schlafen gehen angeben zu können. Auch der Konsum von Getränken und Essen könnte für die Schlafanalyse interessant sein. Ich bin gespannt, was da in Zukunft noch so kommt.

Preis und Verfügbarkeit

Der Beddit Schlafsensor von Medisana ist nicht nur im Online-Shop von Beddit verfügbar sondern mittlerweile auch bei Amazon ab 149,99 Euro erhältlich.

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