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Der erste US-Offshore-Windpark steht vor der Fertigstellung

Rhode Island liegt an der Ostküste der Vereinigten Staaten und ist flächenmäßig der kleinste Bundesstaat. In Sachen Erneuerbare Energien gehört der kleine Staat allerdings zu den Vorreitern. Denn vor der Küste entsteht dort die „Block Island Wind Farm“ – der erste Offshore Windpark in den Vereinigten Staaten überhaupt. Andere Länder sind da schon deutlich weiter. So generiert Schottland bereits rund 97 Prozent des eigenen Elektrizitätsbedarfs durch Windenergie – die zumeist auf dem Meer gewonnen wird. In Rhode Island denkt man da noch eine Nummer kleiner. Hier soll der Windpark zunächst die Insel Block Island mit Energie versorgen und so die dort bisher genutzten Dieselgeneratoren überflüssig machen.

Ein Schiff ist auf dem Weg zu einem Offshore-Windrad

Vor der Küste des US-Bundesstaats Rhode Island entsteht der erste Offshore-Windpark der Vereinigten Staaten. Copyright: GE

Überschüssige Energie kann auch auf das Festland transportiert werden

Insgesamt werden daher fünf Windräder installiert, die jeweils etwa doppelt so groß wie die Freiheitsstatur sind. Diese sollen rund 195.000 Megawattstunden an Energie erzeugen und damit 90 Prozent des Bedarfs der Insel decken. Die Energieproduktion ist allerdings auch bei Offshore-Windanlagen schwanken, so dass die Windräder zusätzlich auch an das Festland angeschlossen werden und im Zweifel auch dort überschüssige Energie ins Netz einspeisen können. Produziert und installiert werden die Turbinen von der US-Firma General Electric. Die Einzelteile werden dabei teilweise in Providence, der Hauptstadt von Rhode Island, produziert, teilweise aber auch aus Europa importiert. Ende des Jahres soll dann die Stromproduktion ihre volle Kapazität entfalten.

Weitere Bundesstaaten verfolgen das Pilotprojekt mit Interesse

Ursprünglich war die Fertigstellung bereits für das Jahr 2012 geplant. Doch technische Probleme und Planänderungen – so ist der Windpark letztlich deutlich größer ausgefallen als ursprünglich geplant – haben das Projekt immer wieder verzögert. Die Fertigstellung könnte nun aber einen Meilenstein darstellen. Denn sollte in Rhode Island der Beweis erbracht werden, dass sich Offshore-Windanlagen wirtschaftlich betreiben lassen, könnten auch andere Bundesstaaten an der Ostküste nachziehen. Eine Studie kam dabei bereits zu dem Ergebnis, dass 140.000 Windräder ausreichen würden, um den kompletten Energiebedarf der Ostküstenstaaten zu decken – was immerhin rund einem Drittel des gesamten US-Verbrauchs entspräche.

Via: Treehugger

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