Ein gutes Zeichen für den Erfolg der Erneuerbaren Energien ist die Tatsache, dass auch immer mehr Ölstaaten massive Investitionen in diesem Bereich ankündigen. So wollen alleine die Vereinigten Arabischen Emirate 163 Milliarden Dollar in neue Windräder und Solaranlagen investieren. Auch der Iran lebt momentan größtenteils von der Ölförderung, möchte seine Energieversorgung zukünftig aber breiter aufstellen. So eröffnete Energieminister Hamid Chitchian persönlich eine neue 7 MW Solaranlage in der Provinz Hamedan und bestätigte dabei die Ausbaupläne des Landes: Innerhalb der nächsten Jahre sollen Solaranlagen und Windräder mit einer Kapazität von 5 GW gebaut und ans Netz angeschlossen werden. Dafür sind staatliche Investitionen in Höhe von drei Milliarden Dollar geplant.


Viele Windräder bilden in Rumänien einen Windpark

Die Bundesregierung unterstützt den Iran im Bereich der Erneuerbaren

Der Großteil der neuen Anlagen wird dabei im Bereich der Windkraft entstehen. So sind neue Windparks mit einer Kapazität von 4,5 GW geplant. Die dafür notwendige Expertise stammt dabei teilweise auch aus Deutschland. Beispielsweise kam im Dezember letzten Jahres der iranische Generaldirektor des Ministeriums für erneuerbare Energien, Dr. Mohammad Ali Shafieizadeh, nach Brandenburg, um sich dort einen Windpark anzuschauen und sich über die technischen Möglichkeiten zu informieren. Die Bundesregierung fördert den Ausbau der Erneuerbaren Energien im Iran zudem im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien. Möglich wurde dies, weil ein Großteil der Sanktionen gegen den Iran im Rahmen des Atomabkommens aus dem Jahr 2015 aufgehoben wurden.


Der Iran und Österreich wollen enger kooperieren

Bereits im Oktober war zudem Sirious Vatankah, iranischer Vizepräsident für Wissenschaft und Erneuerbare Technologie, in Österreich zu Besuch. Dort vereinbarte er ebenfalls eine engere Kooperation im Bereich der nachhaltigen Energien. So sollen beispielsweise die Akademien der Wissenschaften beider Länder enger zusammenarbeiten und so neue technische Entwicklungen auf diesem Gebiet anstoßen. Auch das österreichische Energieunternehmen OMV kooperiert inzwischen eng mit der staatlichen iranischen Ölgesellschaft. Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die über die reine Förderung von Öl und Gas hinausgehen. Ähnlich wie auch in Deutschland gibt es im Iran zudem bereits heute feste Einspeisevergütungen für sauber produzierten Strom.

Via: Business Green

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.