Wenn Timo Boll gegen einen Kuka-Roboter spielt, dann kommt es zum Duell Mensch gegen Maschine. Ungleiche Kontrahenten treffen aufeinander. Auch wenn der Roboter nur programmierte Bewegungen ausführt, denen Boll als Schauspielpartner den Anschein von Spontanität verleiht, so war es 2014 im Fokus des Marketings, die reaktionsschnelle Leistungsfähigkeit der Industrieroboter optisch attraktiv darzustellen.


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Tischtennisroboter lernt vom Menschen

Auch wenn ein Roboter mit Hochleistungskamerasystemen irgendwann einmal in Zukunft gegen einen Profi wie Timo Boll spielen könnte – noch ist es Zukunftsvision. Absolut real dagegen ist ein Tischtennisroboter von Omron, der sich live in einem Schlagabtausch bewährt. Hier geht es aber nicht um den Kampf Mensch gegen Maschine, sondern vielmehr um die Kooperation  Mensch mit Maschine. Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben, die Maschine lernt und wächst mit.


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Für ein besseres Miteinander

Auf der CEATEC in Japan, die ab dem 4. Oktober ihre Tore öffnet, fokussiert man im „Land der Roboter“ die Verknüpfung von Mensch mit Datenwelten und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Unter dem Motto „Connecting Society – Creating the Future“ sollen mit innovativen Komponenten, Systemen und Maschinen auch neue Werte in der Gesellschaft entstehen, die mit Hilfe modernster Technologien für ein besseres Miteinander stehen. Das Credo von Omron „To improve lives and contribute to a better society” bekommt mit dem Tischtennis-Roboter namens FORPHEUS (Future Omron Robotics Technology for Exploring Possibility of Harmonized Automation with Sinic Theoretics) eine Gestalt, die anstelle des Duells das Duett Mensch-Maschine verkörpert. Der Tischtennisroboter, der seit 2014 ständig weiterentwickelt wurde, spielt in drei Schwierigkeitsstufen die Bälle zurück – passend zur Philosophie von Omron, dass sich jeder Mensch mit seinen Talenten auf Augenhöhe mit FORPHEUS begeben kann.

Omrons FORPHEUS im Video

Der Faktor Mensch rückt wieder in den Mittelpunkt

Hintergrund dieser Initiative ist die sogenannte „+ Think“-Idee, die das bisherige Geschäftsmodell „Sensing & Control“ ergänzt und damit den Faktor Mensch mit einbezieht. Omron zeigt sowohl seine inspirierende omron-systemZukunftsvision auf als auch die Lösungen bis 2033. Die neue Summe aus „Fühlen, Kontrollieren und Denken“ bringt durch die Entstehung von Cyber Physical Systems und IoT eine Transformation in die Gesellschaft, die gerade in der deutschen Industrie noch nicht primär verfolgt wird.

Geht es hierzulande um Technologie und Innovation, so stellt Omron auf der CEATEC den Faktor Mensch in den Mittelpunkt, der sich mit dem mechanisch-agierenden FORPHEUS die Bälle zuspielt, um Lifestyle, Gesellschaft und die Industrie durch den immer stärker werdenden Informationseinfluss weiter zu entwickeln. Die Metapher eines Schlagabtausches in Zeiten von Industrie 4.0 bekommt aus dieser Sicht eine ganz neue Perspektive: das Leben gewinnt an Qualität durch den Informationsgewinn, den der Mensch im Umgang mit den Daten und deren Analyse entwickelt. Die Maschine ist dann als Exekutive das Mittel zum Zweck.

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In jedem Bereich – angefangen bei Industrie über Gesundheitswesen bis hin zur Mobilität – sind für Omron Ansätze vorhanden, die in Live-Demonstrationen auf der Messe präsentiert werden, damit aus der Summe aus „Sensing & Control + Think“ ein Ergebnis resultiert, dass der Messebesucher versteht. Eine Lernkurve, die jeder für sich interpretiert, um Gesellschaftsprobleme anzugehen und zu lösen.

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