Der französische Konzern Total gehört zu den größten Mineralölunternehmen der Welt. Rund 99.000 Mitarbeiter erwirtschaften weltweit einen Umsatz von 236 Milliarden Dollar – womit es sich um das achtgrößte Industrieunternehmen der Welt handelt. In Europa ist das Unternehmen allerdings vor allem als Betreiber von mehr als 12.000 Tankstellen bekannt. Um den Strombedarf der Tankstellen zu decken, möchte Total zukünftig auf einen für den Konzern eher untypischen Energieträger setzen: Die saubere Kraft der Sonne. Dazu werden in einem ersten Schritt zunächst fünftausend Tankstellen mit Solarmodulen bestückt. Diese besitzen insgesamt eine Kapazität von 200 MW und produzieren so theoretisch ausreichend Strom, um damit 200.000 Haushalte zu versorgen.


Via: Businessgreen
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Jährlich werden 100.000 Tonnen CO2 eingespart

Faktisch wird die erzeugte Energie aber direkt vor Ort in den Tankstellen verbraucht. Dadurch spart der Konzern den eigenen Angaben zufolge jährlich Kosten von rund 40 Millionen Dollar. Bei einem geplanten Investitionsvolumen von 300 Millionen Dollar hätte sich die Umrüstung also bereits nach knapp acht Jahren gelohnt. Aber auch das Klima profitiert von den neu installierten Solarmodulen: Die CO2-Emissionen des Konzerns sinken um 100.000 Tonnen pro Jahr. Geliefert und installiert werden die Solarmodule durch das kalifornische Unternehmen SunPower. Auch von dieser Entscheidung könnte die Umwelt profitieren. Denn SunPower wurde im vergangenen Jahr als umweltfreundlichster Hersteller von Photovoltaikanlagen ausgezeichnet.

Noch immer stellt die Förderung von Öl und Gas das Hauptgeschäft dar

Total versucht bereits seit einiger Zeit Geschäftsfelder außerhalb der Mineralölbranche zu erschließen. So übernahm vor kurzem den belgischen Energieversorger Lampiris, der auch im Bereich der Erneuerbaren Energien vertreten ist. Außerdem möchte Total zusammen mit dem niederländischen Unternehmen Corbion einen Bio-Plastikstoff auf den Markt bringen. Verglichen mit den gewaltigen Investitionen in fossile Energieträger sind alle diese Aktivitäten aber vergleichsweise winzig: Schätzungen zufolge investierte Total in den vergangenen Jahren rund zwanzig Milliarden Dollar jährlich, um Öl und Gas aus der Erde zu holen. Immerhin die Tankstellen des Konzerns scheinen nun aber dauerhaft auf eine nachhaltigere Form der Energieversorgung zu setzen. Durchaus möglich, dass schon bald auch weitere Tankstellenbetreiber diesem Beispiel folgen.


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