Auch im Bereich Einkaufen hält die Digitalisierung immer mehr Einzug. Ein beeindruckendes Beispiel dafür kündigte Amazon mit einem Beta-Supermarkt in Seattle an: Der Kunde registriert sich beim Betreten des Marktes mit einem Barcode und kann dann die gewünschten Produkte einfach aus dem Regal nehmen und mit ihnen den Laden verlassen. Es gibt keine Kassen, sondern der Einkauf wird von einem Tracking-System registriert und dann bequem vom Amazon-Konto abgebucht. Ein Supermarkt in Italien verfolgt für den Supermarkt der Zukunft ein anderes Konzept: In dem Laden in Mailand bekommen die Kunden ausführliche Informationen zu den angebotenen Produkten dargeboten. Dazu gehören unter anderem Daten über die Herkunft, den Nährstoffgehalt und den CO2-Footprint der Produkte sowie Vorschläge über mögliche Zubereitungsarten.


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Der Supermarkt der Zukunft setzt auf informierte Kunden

Der Gedanke hinter dem Konzept ist, dass das Einkaufsverhalten der Menschen durchaus davon abhängt, wie viel sie über das gekaufte Produkt wissen. Im „Supermarket of the Future“, dem neuen Flaggschiff-Store von Coop Italien, bekommt der Kunde eine Vielzahl an Daten über interaktive Displays und smarte Regale bereitgestellt.


Die Technologie dahinter wurde von Carlo Ratti Associati (CRA) entwickelt und erstmals auf der World Expo 2015 vorgestellt. Amazon und der britische Supermarkt Sainsbury’s konzentrieren sich darauf, den Bezahlvorgang so simpel wie möglich zu gestalten. Im „Supermarket of the Future“ geht es eher darum, Kaufentscheidungen bewusst und informiert zu treffen, mit dem Ziel, das Einkaufsverhalten der Kunden hin zu nachhaltigerem Denken zu beeinflussen. Außerdem hoffen die Erfinder des Systems, dass die Kunden dazu neigen werden, mit mehr Informationen über die Produkte auf frische Waren aus lokaler Produktion zu setzen.

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Klassischer Einkauf mit digitalen Elementen

Every product has a precise story to tell. Today, this information reaches the consumer in a fragmented way. But in the near future, we will be able to discover everything there is to know about the apple we are looking at: the tree it grew on, the CO2 it produced, the chemical treatments it received, and its journey to the supermarket shelf„, so der Gründer von CRA, Carlo Ratti.

Das Geschäft, in dem die Technologie nun erprobt wird, liegt im Bicocca-Viertel von Mailand und ist etwa 1000 Quadratmeter groß. Das Konzept verbindet klassische Supermarkt-Elemente zur Produktpräsentation mit digitalen Elementen. So kann der Kunde sich nach seinen eigenen Vorstellungen über die angebotenen Produkte informieren.

Die Regale in dem Supermarkt erkennen mit Hilfe von Microsoft-Kinect-Sensoren automatisch, wenn ein Kunde nach einem Produkt greift. Dies führt dazu, dass auch einem Display ausführliche Informationen zu dem Produkt dargestellt werden. Neben Informationen zum Nährstoffgehalt, Herkunftsort, enthaltenen Allergenen und Anleitungen zur Entsorgung werden auch verwandte Produkte sowie Produktwerbung und andere Daten zum Einkauf angezeigt.

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Bei Bedarf kann der Kunde auch an interaktiven Touch-Displays durch die Produkte browsen und sich Informationen anzeigen lassen. CRA schlägt außerdem vor, dass in Zukunft ein Bereich in das Konzept eingebunden wird, in dem Kunden hausgemachte Produkte untereinander austauschen können.

Der Laden eröffnet diese Woche und bietet einen interessanten, frischen Ansatz für die Implementierung digitaler Technologien in den täglichen Einkauf. Ergänzen ließe sich dies unter Umständen noch durch eine App, mit der der Kunde bereits zu Hause Informationen abrufen kann. Und im Idealfall wird die Idee mit dem Konzept von Amazon zusammengeführt, da beide Ansätze sich optimal ergänzen und den Kunden im Supermarkt der Zukunft ein optimales Einkaufserlebnis bieten würden.

via NewAtlas.com

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