Vor kurzem ist Amazon in den Vereinigten Staaten in den stationären Handel mit Lebensmitteln eingestiegen. In der Region Seattle können Kunden nun ihre Einkäufe online bestellen und erhalten dann ein zweistündiges Fenster, in dem die Waren im eigentlichen Supermarkt abgeholt werden können. Um dies so bequem wie möglich zu gestalten, wurden dazu eigens Drive-In-Schalter angelegt. Die Kunden müssen im Normalfall also nicht einmal das Auto verlassen. Zukünftig will Amazon zudem auch klassische Supermärkte zum durchschlendern errichten – diese sollen langfristig aber ohne Personal und Kassen auskommen. Der Markteintritt des Versandhändlers hat in der Branche jedenfalls bereits für Aufsehen gesorgt und führt auch bei der Konkurrenz zu Innovationen.


Foto: Walmart

Mehr als 30.000 Produkte sind am Automaten erhältlich

Denn auch der US-Einzelhandelsriese Walmart – der Konzern mit den meisten Mitarbeitern weltweit – hat nun ein ähnliches Angebot entwickelt. Auch hier erfolgt die Bestellung online und wird dann von einem Mitarbeiter abholfertig bereitgestellt. Die Besonderheit allerdings: Der Kunde muss den Markt nicht betreten und auch mt keinem Mitarbeiter kommunizieren. Stattdessen hat der Konzern eine Art riesigen Automat entwickelt. In diesem werden die verschiedenen Bestellungen von den Mitarbeitern platziert. Die Kunden erhalten dann einen Code und können ihre Einkäufe jederzeit abholen fahren. Insgesamt können auf diese Weise mehr als 30.000 Produkte bestellt werden. Grundsätzlich ist der Service zudem kostenlos – allerdings muss ein Mindestbestellwert von 30 Euro erreicht werden.

In Deutschland experimentiert Edeka mit einem ähnlichen Ansatz

Die einzelnen Lagerboxen sind zudem mit einer Kühlung ausgestattet, sodass auch frische Lebensmittel problemlos auf diese Weise geordert werden können. Noch sind für die Zusammenstellung der einzelnen Bestellungen menschliche Mitarbeiter erforderlich. Langfristig ist es aber auch denkbar, diesen Prozess zu automatisieren. Walmart ist jedenfalls bekannt dafür, neuen Technologien gegenüber aufgeschlossen zu sein. So experimentiert der Konzern mit dem Einsatz von Drohnen in seinen Lagerhäusern. In Deutschland testen aktuell Edeka und die Deutsche Bahn ein ähnliches Konzept. Der Lebensmittelkonzern platziert die Einkäufe der Kunden dabei in speziellen Boxen an den Hauptbahnhöfen. Pendler können die Ware dann abends nach der Arbeit einfach mitnehmen.


Via: The Verge

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