Designstudie: So sieht der neue Mini mit Elektroantrieb aus

Auch der BMW Mini entwickelt sich langsam weg vom Verbrennungsmotor und hin zu einem Elektroantrieb. So ist in diesem Jahr mit dem Mini Cooper S E Countryman ALL4 erstmals eine Variante mit Plug-in-Hybrid auf den Markt gekommen. Damit sind Fahrten über rund vierzig Kilometer komplett emissionsfrei möglich. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt hat der Konzern nun zudem die Designstudie eines reinen Elektro-Minis präsentiert. Potentielle Kunden wissen nun also zumindest, wie der Wagen ohne Verbrennungsmotor aussehen soll. Bis der Wagen allerdings auch gekauft werden kann, müssen sich die Fans der Marke noch etwas gedulden: Der Verkaufsstart ist erst im Jahr 2019 geplant – und soll den Beginn einer größeren Offensive im Bereich der Elektrofahrzeuge darstellen.

Das Kultauto mit Elektroantrieb. Foto: BMW

Das Design basiert noch auf dem klassischen Mini

So geht BMW davon aus, dass im Jahr 2024 zwischen 15 und 25 Prozent des Absatzes durch Autos mit reinem Elektroantrieb generiert wird. Wie hoch der Wert aber tatsächlich ausfallen wird, hängt auch von externen Faktoren ab – etwa dem Ausbau der Infrastruktur und neuen technologischen Durchbrüchen in diesem Bereich. Aus Designsicht besteht der größte Unterschied zwischen dem neuen Elektro-Mini und der klassischen Variante mit Verbrennungsmotor in dem nicht mehr benötigten Kühlergrill. Dieser wurde aus aerodynamischen Gründen einfach zugeklebt. Generell ist zu sehen, dass es sich um ein klassisches Autodesign handelt, in das ein Elektromotor integriert wurde. Bei Fahrzeugen, die direkt als Elektroauto konzipiert werden, wären hingegen auch ganz neue Designs möglich.

Der elektrische Antriebsstrang kommt aus Deutschland

Gebaut wird der Mini mit Elektroantrieb in Großbritannien ausschließlich als Dreitürer. Lediglich der elektrische Antriebsstrang soll aus Deutschland zugeliefert werden. Diese Planung besteht bereits seit längerem, wurde aber durch den Brexit noch einmal in Frage gestellt. Denn durch den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union geht auch der gemeinsame Binnenmarkt verloren. Die zukünftigen Regelungen werden aber gerade erst ausgehandelt. Ursprünglich war daher überlegt worden, die Produktion des Elektro-Mini vollständig nach Leipzig oder Regensburg zu verlegen. Nun aber hat sich BMW entschieden, doch die ursprüngliche Planung beizubehalten.