Die zunehmende Verbreitung von Drohnen in Privatbesitz sorgt für erhöhten Regulierungsbedarf. Zwar kam es bisher noch zu keinen Unfällen durch ein ungeplantes Aufeinandertreffen von Drohnen und Flugzeugen. Doch theoretisch könnten die unbemannten Flugobjekte von den Turbinen eingesogen werden – was bei Start- oder Landung nicht mehr zu kontrollierende Folgen haben könnte. Begegnet sind sich die beiden Flugobjekte dabei bereits des öfteren. So berichtet alleine die Deutsche Flugsicherung (DFS) von achtzehn Fällen in den vergangenen anderthalb Jahren, bei denen Drohnen von Piloten beobachtet werden konnten. DFS-Chef, Klaus-Dieter Scheurle, fordert daher nun im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine klare gesetzliche Regelung: Ähnlich wie in den Vereinigten Staaten sollen Drohnenbesitzer verpflichtet werden, sich bei den staatlichen Behörden zu registrieren.


By Parrot SA [CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0)], via Wikimedia Commons
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Drohnen könnten mit einem intelligenten Chip ausgestattet werden

Teschnich umsetzbar wäre eine solche Lösung beispielsweise durch den Einsatz von SIM-Karten. Ähnlich wie bei Mobilfunkverträgen ließe sich die Freischaltung dann mit einer verpflichtenden Registrierung verbinden. Auf diese Weise könnten die Besitzer von Drohnen, die beispielsweise in der Sperrzone rund um einen Flughafen unterwegs sind, vergleichsweise einfach ermittelt werden. Denkbar wäre aber auch die Verknüpfung mit Schulungsprogrammen. So kündigte der Chef der Flugsicherung bereits an, dass seine Behörde innerhalb der nächsten zwei Jahre entsprechende Kapazitäten aufbauen wolle. Am Ende dieser Entwicklung könnte dann eine Art Führerschein für Drohnen stehen.

Bis 2020 könnte die Zahl der Drohnen auf über eine Millionen steigen

In den Vereinigten Staaten wurden bisher mehr als 1,9 Millionen Drohnen registriert. Experten gehen allerdings davon aus, dass diese Zahl in Deutschland noch deutlich niedriger liegen dürfte – in etwa im Bereich von 400.000 Drohnen. Für die nächsten Jahre erwarten sie aber einen kontinuierlichen Zuwachs: Schon im Jahr 2020 könnte dann die Zahl von einer Millionen ferngesteuerter Flugobjekte überschritten sein. Bisher dürfen Privatbesitzer von Drohnen diese ohne Registrierung fliegen – sofern sie in Sichtkontakt bleiben und eine Flughöhe von 300 Metern nicht überschreiten. In der Vergangenheit hatte sich aber auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt für eine gesetzliche Regelung ausgesprochen.


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