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Deutsche Forscher entwickeln vielversprechende Malaria-Impfung

Die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Malaria erwies sich bisher als schwierig. Deutsche Infektiologen entwickelten nun jedoch einen Impfstoff, der bisher vielversprechende Ergebnisse abliefert. Für die Impfung arbeiten die Forscher mit lebensfähigen, nicht abgeschwächten Malaria-Erregern.

Eine Anopheles Stechmücke saugt Blut aus der Haut

Impfung mit lebenden Erregern

Die Suche nach einem Impfstoff gegen Malaria dauert nun schon Jahrzehnte an, und bisher konnte sich kein Mittel wirklich durchsetzen. Deutsche Forscher des Tübinger Institut für Tropenmedizin und dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung entwickelten nun ein neues Impfkonzept, das bei einer ersten klinischen Studie neun Freiwilligen über mehrere Wochen einen hundertprozentigen Impfschutz gebracht hat.

Bei der Impfung induzieren die Forscher eine Malaria-Infektion mit relativ hohen Dosen lebensfähiger, nicht abgeschwächter Erreger über die Blutbahn. Gleichzeitig erhielten die Probanden ein Medikament gegen Malaria, das dafür sorgte, dass sie nicht krank wurden.

Mehrjährige Studie geplant

An der Studie nahmen insgesamt 67 Erwachsene teil, die noch nie an Malaria erkrankt waren. Die Forscher testeten verschiedene Impfstoffkonzentrationen und Impfschemata, weshalb die Gruppen jeweils sehr klein waren. Die besten Ergebnisse wurden mit neu Probanden erzielt, die mit hohen Dosierungen dreimal im Abstand von vier Wochen geimpft wurden. Die neun Probanden zeigten 10 Wochen nach der letzten Impfung einen 100-prozentigen Impfschutz gegenüber einer kontrollierten Infektion.

Das sind vielversprechende Ergebnisse, die allerdings nun in weiteren klinischen Studien mit mehr Probanden über einen längeren Zeitraum verifiziert werden müssen. Dabei soll auch untersucht werden, wie lange der Impfschutz tatsächlich anhält und auch gegen natürlich vorkommende Erreger wirkt. Untersucht werden soll dies im Rahmen einer mehrjährigen Studie in Gabun. Bei dieser Studie soll auch geklärt werden, ob Risikogruppen geimpft werden können.

Die Forscher möchten außerdem an einer Methode arbeiten, bei der die Erreger und das passende Malaria-Medikament parallel mit einer Spritze verabreicht werden können.

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