Seit immer mehr Waren im Internet bestellt werden, ist auch die Zahl der ausgelieferten Päckchen und Pakete sprunghaft angestiegen. Aus ökologischer Sicht ist das allerdings eher bedenklich. Denn bei der Auslieferung der Bestellungen kommen bisher zumeist schwere Dieselfahrzeuge zum Einsatz, die eine nicht unerhebliche CO2-Belastung verursachen. Der Paketdienst DHL hat dafür nun aber eine Lösung gefunden: Das Unternehmen hat einen Lieferwagen mit Elektromotor entwickelt, der die Bestellungen emissionsfrei zum Kunden bringen kann. Die Eigenentwicklung soll dabei nicht nur im Konzern selbst zum Einsatz kommen, sondern wird auch an andere Unternehmen verkauft. Auf diese Weise könnte es gelingen, die Klimabelastungen durch den Transportsektor ein wenig zu senken.


Copyright: DHL
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Der Lieferwagen mit Elektroantrieb senkt die Betriebskosten

Die Eckdaten des StreetScooter genannten Lieferwagens lesen sich dabei durchaus vielversprechend: Dieser kann mit bis zu 650 Kilogramm beladen werden und besitzt eine Reichweite zwischen fünfzig und achtzig Kilometern. Dies scheint auf den ersten Blick nicht besonders viel zu sein, die meisten Lieferfahrzeuge fahren aber ohnehin keine längeren Strecken – vielmehr geht es um die Zustellung auf der sprichwörtlich „letzten Meile“. Über Nacht kann der Elektromotor dann wieder aufgeladen werden. Eine Maximalladung dauert dabei rund sieben Stunden – nach viereinhalb Stunden sind aber immerhin bereits achtzig Prozent erreicht. Die Betriebskosten des Lieferwagens sollen sich durch den Einsatz des Elektromotors in etwa halbieren.

DHL experimentiert in Deutschland auch mit Lieferdrohnen

Zudem wurde der Wagen so konzipiert, dass nötig werdende Reparaturen so unkompliziert wie möglich gestaltet werden können. Das Unternehmen verspricht auf diese Weise, die anfallenden Reparaturkosten um stolze achtzig Prozent senken zu können. Inwieweit dies allerdings tatsächlich der Fall ist, werden wohl erst längere Praxistests zeigen. Die StreetScooter sind dabei nicht die einzige Innovation von DHL in Sachen Paketzustellung. So experimentiert das Unternehmen bereits seit einiger Zeit mit dem Paketkopter – einer Lieferdrohne, die beispielsweise schon Pakete auf die Nordseeinsel Juist brachte. Auch dabei kam natürlich ein Elektroantrieb zum Einsatz.


Via: StreetScooter

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1 Kommentar

  1. Tobi

    22. August 2016 at 11:47

    Interessant wäre wieviel für die gesamte Elektromobilisierung in Deutschland an Strom benötigt würde und wie dies abgedeckt werden kann. Windstrom wobei hier noch lange nicht der normale Strombedarf gedeckt werden kann. Ganz zu Schweigen wie es mit Netzausbau aussieht.

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