Die 11 wichtigsten Lebensstile von morgen

Unsere Gesellschaft ist in Gruppen und Lebensstile unterteilt. Es gibt Reiche und Arme, Singles, Hausfrauen, Teenager, Pensionisten, uvm. Bis in die 70er Jahre hinein lebten die meisten Menschen ihr Leben sogar gemäß einer dreiteiligen Normal-Biographie in einem linearen und stufenmäßigen Ablauf:

  1. Jugend (als Ausbildungszeit)
  2. Berufstätigkeit und Familienzeit (als Reproduktionsphase)
  3. Ruhestand

Doch all diese Lebensstile sind schon seit längerem bekannt und werden auch im Marketing als Segmentierungsinstrumente eingesetzt. Eine Studie des Zukunftsinstitutes hat nun aber eine Liste von neuen Lebensstilen entwickelt, welche bis 2020 noch mehr Platz in unserer Gesellschaft einnehmen werden.

Die wichtigsten Lebensstile von morgen:

CommuniTeens sind Teamplayer und Individualisten zugleich, die sich in einer globalisierten Welt via Internet und Mobiltelefonen ihre Gemeinschaftsorte nach Interessen und Themen aussuchen.

Durch ihren holprigen und verzögerten Berufseinstieg (Praktika, befristete Jobverträge, Projektarbeit oder Freiberuflichkeit) leben die Inbetweens in einem Zustand permanenter Mobilität und Umorientierung, der auch ihre privaten Beziehungen prägt.

Young Globalists kennen keine Grenzen: Die Welt ist ihre Arbeitsplatz und so haben sie meist auch ein weltweites Netzwerk von Kollegen und Freunden. Für sie ist nicht nur Geld wichtig, sondern auch die sportliche Herausforderung und der schöpferische Gestaltungsspielraum.

Die Latte-Macchiato-Familien zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihren urbanen Lifestyle, wie z.B. den Latte Macchiato im Straßencafe, ins Familienleben transferieren.

Die Super-Daddys sind pragmatische Idealisten. Sie versuchen den beruflichen Erfolg, persönliches Glück, Zusammensein mit den Kindern, ein intaktes Familienleben und persönliche Selbstverwirklichung unter „eine Hut zu bekommen“.

Bei den VIB-Familien (Very-Important-Baby) ist die Familienplanung mit Ende 30 noch nicht abgeschlossen, sondern beginnt häufig erst, nachdem an sich beruflich und sozial etabliert hat und jetzt Zeit und Lust auf Familie mit Kindern hat.

Netzwerkfamilien (Familie 2.0) sind Versorgungs- und Beziehungsmodelle, die nicht nur die Familie im engeren Sinne einbeziehen. Oftmals zählen neben den Großeltern und Ex-Familienmitgliedern und Ex-Partnern auch Nachbarn und Freunde dazu. „Familie ist, wo man ohne fragen zu müssen, an den Kühlschrank gehen kann“.

Die Tiger Ladys legen sehr viel Wert auf Selbständigkeit und Selbstverwirklichung, ohne auf Familie und Kinder verzichten zu wollen. Sie dringen dabei in männliche Reservate vor, wie z.B. in die Politik, in die Führungsebenen von Unternehmen und an Universitäten.

Für Silverpreneure ist mit dem Erreichen des Rentenalters nicht das Ende der Erwerbszeit oder des Arbeitslebens absehbar, weil sie die Arbeit nicht als Frondienst ansehen, sondern als ein Teil Ihrer Selbstverwirklichung.

Super-Grannys sind erfahrene und selbstbewusste Frauen jenseits des 55. Lebensjahres, die den sog. dritten Lebensabschnitt aktiv und selbstbestimmt gestalten wollen, ohne Ihr „Oma-Dasein“ zu verleugnen.

Im Gegensatz zu den Silverpreneuren wagen die Greyhopper noch einmal den Aufbruch und möchten im Rentenalter noch einmal ein neues Leben beginnen.

Was nützt mir das Wissen um die neuen Lebensstile?

Jede Gesellschaftsgruppe und jeder Lebensstil-Typus hat unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen, reagiert diversifiziert auf Marketingbotschaften und hat ein individuelles Konsumverhalten.

Greyhoppers z.B. suchen nach speziellen Angeboten für rüstige Senioren. Wenn Sie also jetzt ein Reisebüro sind das sich auf dem Mainstream-Markt um Pauschalurlaube herumkämpft und sich beklagt, dass alle nur noch über das Internet buchen – dann überlegen Sie sich, ob nicht vielleicht eine gezielte Ausrichtung auf Greyhoppers Ihnen nicht einen profitablen Markt in einem Nischen-Segment sichern könnte.

Oder Tiger-Ladys, sie sind froh über jede Unterstützung die sie im Familienleben bekommen können um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Kinderbetreuungsstätten die zur Not auch mal bis 22 Uhr auf Ihre Kleinen aufpassen oder ein Dreckwäsche-Abhol-und-Wasch-Service könnten hier wahre Goldgruben sein.

Auch in der Werbung können Botschaften gezielt auf die Bedürfnisse der einzelnen Lebensstile angepasst werden und ermöglichen somit eine höhere Wirksamkeit.

Sie sehen, die Liste an Möglichkeiten ist riesig. Wo können Sie und Ihr Unternehmen von neuen Lebensstilen profitieren?

Haben Sie weitere Ideen und Vorschläge? Schreiben Sie ein Kommentar und berichten Sie uns davon!

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