Die Verhandlungen gestalteten sich schwieriger als erwartet, aber nun wurde eine Einigung erzielt: Der Berliner Senat hat einen Kooperationsvertrag mit dem Fürther Unternehmen abl social federation abgeschlossen. Demnach sollen über das Stadtgebiet verteilt insgesamt rund 650 WLAN-Hotspots installiert werden. Einwohner und Besucher können das Internetangebot dann kostenlos nutzen. Finanziert wird das Projekt durch einen Zuschuss der öffentlichen Hand und über Werbung. Ab und zu bekommen die Nutzer daher kleine Werbevideos präsentiert. Die ersten Hotspots werden bereits im Januar 2016 installiert. Das komplette Netz soll dann im Sommer bereitstehen und genutzt werden können.


Bekommt einen der ersten öffentlichen Hotspots in Berlin: Das Rote Rathaus
Bekommt einen der ersten öffentlichen Hotspots in Berlin: Das Rote Rathaus

Störerhaftung bleibt weiterhin ein Problem

Die Stadt Berlin ergänzt damit eine Initiative des Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt. Dieser fordert bereits seit längerem einen Ausbau des öffentlichen WLANs und ließ daher in seinem Ministerium in Berlin-Mitte bereits einen offenen Hotspot installieren. Auf der anderen Seite ist die Bundesregierung aber auch nicht ganz unschuldig am schleppenden Ausbau des öffentlichen WLANs. Denn bisher müssen Netzbetreiber – im Zuge der so genannten Störerhaftung – fürchten, für Fehlverhalten der Nutzer zur Verantwortung gezogen zu werden. Fachverbände fordern daher bereits seit längerem eine gesetzliche Neuregelung, die bisher aber noch auf sich warten lässt. Durch die Kooperation mit dem Senat wurden die Haftungsfragen in Berlin nun allerdings zur Zufriedenheit des Unternehmens geklärt.

Freifunker installieren WLAN-Router in Flüchtlingsheimen

Berlin ist dabei nicht die einzige Stadt mit einem offenen WLAN-Netz. In Düsseldorf beispielsweise gibt es gleich zwei solcher Netze. Eines wird betrieben von der WALL AG, das andere von Unitymedia. Unitymedia hat zudem bereits angekündigt, ein entsprechendes Netzwerk auch in anderen Städten installieren zu wollen. Auch die so genannten Freifunker haben es sich zum Ziel gesetzt, die Verbreitung von kabellosem Internet voranzubringen. Zuletzt erhielten sie beispielsweise 1045 Router der Firma TP-Link. Diese sollen nun in Flüchtlingsheimen in ganz Deutschland installiert werden.


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