Carsharing ist ein Konzept, das in der Zukunft der Mobilität eine große Rolle spielen wird. Auf dem deutschen Markt tummeln sich bereits diverse Anbieter – von großen Unternehmen wie der Deutschen Bahn oder Mercedes gibt es auch zahlreiche kleinere Unternehmen. Zu ihnen gehört auch GETAWAY. Das Startup des Kommunikationswirts Edgar Scholler aus Berlin verfolgt aber einen besonderen Ansatz, mit dem die Autovermietung revolutioniert werden soll: Mit GETAWAY können Nutzer ihr privates Auto dem virtuellen Fuhrpark der App hinzufügen und jederzeit zur Vermietung freigeben. Mit seiner Privat-zu-Privat Carsharing-App tritt Edgar Scholler heute Abend bei Die Höhle der Löwen auf Vox an.


Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

GETAWAY: Gemeinsam private Autos nutzen

Autos stehen normalerweise bis zu 23 Stunden am Tag ungenutzt herum. Mit GETAWAY soll sich das ändern. Einmal angemeldet können Nutzer in der App ihr Auto einfach für einen bestimmten Zeitraum freischalten, sodass es zu einem fixen Betrag ab 30 Cent pro Kilometer gemietet werden kann.

Damit andere Nutzer freigegebene Wagen finden und nutzen können, müssen in den Autos sogenannte SafetyKits installiert werden. Innerhalb einer Stunde bringt ein Techniker in dem Auto eine GPS-Antenne, eine Halterung für die Tankkarte und den Autoschlüssel im Handschuhfach sowie eine Kommunikationsschnittstelle an. Alle Umbauten können rückstandslos wieder entfernt werden.


Nach Angaben des Gründers können Autobesitzer so bis zu 150 Euro pro Woche verdienen. Die Vermietung ist von einer Versicherung abgesichert, getankt wird mit einer Tankkarte.

Privates Carsharing ist nachhaltig

Das Konzept von GETAWAY ist nicht nur praktisch und flexibel, sondern entzerrt auch das sonst sehr zentralisierte Carsharing. Für gewöhnlich beschränken sich Carsharing-Dienste auf urbane Gebiete. Mit GETAWAY soll Carsharing auch aufs Land kommen. Den Dienst gibt es bereits seit 2015 – expandiert wird in Bereiche, in denen sich viele Nutzer die App runterladen und sich registrieren.

Und schlussendlich ist Peer-to-Peer-Carsharing auch eine Frage der Nachhaltigkeit: Das Startup hat errechnet, dass jedes gemeinsam genutzte Auto bis zu 20 konventionell genutzte Autos ersetzen kann.

GETAWAY bei Die Höhle der Löwen

Bisher gelang es Edgar Scholler, die Finanzierung von GETAWAY ohne externe Investoren auf die Beine stellen zu können. Bei der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“ soll sich das nun ändern. Primär suche er aber nicht nach einem reinen Investor, sondern nach einem Partner, der seine Vision teilt, so Scholler.

Schlecht stehen seine Chancen nicht. Der Löwe Frank Thelen investierte in der Vergangenheit bereits in MyTaxi, Carsten Maschmeyer in Backlane – Mobilitäts-Apps sind den Löwen also nicht fremd.

Edgar Scholler bietet den potentiellen Investoren 20 Prozent Unternehmensbeteiligung für stolze 800.000 Euro an. Ob er erfolgreich war, kann heute Abend auf Vox verfolgt werden.

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