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Die NASA sucht die passende Kartoffelsorte für den Mars

Kartoffeln wachsen auch unter widrigen Bedingungen und können einen Großteil des Energiebedarfs des Menschen decken. Die Pflanzen sind also im Prinzip ideal geeignet, um auch auf dem Mars angebaut zu werden. Allerdings gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Kartoffelsorten – mit jeweils unterschiedlichen Vor- und Nachteilen. Die US-Weltraumbehörde NASA hat daher nun eine großflächige Versuchsreihe gestartet, um die ideale Kartoffelsorte für den Anbau auf dem Mars zu finden. In einer Anlage in Peru wurden dazu – soweit möglich – die typischen Bedingungen auf dem roten Planeten simuliert. Insgesamt 100 verschiedene Kartoffelsorten werden dort nun intensiver untersucht. Im Idealfall spielte eine davon dann später einmal eine wichtige Rolle bei der Ernährung von menschlichen Marsbewohnern.

Erde aus der Atacamawüste simuliert die Bedingungen auf dem Mars

Der bereits im Januar angelaufene Großversuch findet dabei in der peruanischen Hauptstadt Lima im sogenannten International Potato Center statt. Dieses wurde eigentlich eingerichtet, um zur weltweiten Ernährungssicherheit beizutragen, bietet aber auch optimale Bedingungen für die Weltraumforschung. So wurde eigens Erde aus der Atacamawüste herangeschafft, weil diese dem Boden des Mars besonders ähnlich sein soll. Dabei wollen die Forscher auch ausprobieren, ob es beispielsweise hilfreich sein kann, den Boden mit bestimmten Nährstoffen zu versehen. Zusätzlich sollen auch Kartoffeln per Aeroponik angebaut werden – also in der Luft hängend, während die Wurzeln mit einer nährstoffreichen Flüssigkeit befeuchtet werden.

Die NASA-Experten gehen von einem erfolgreichen Experiment aus

Auch bei der Auswahl der zu testenden Kartoffelsorten haben die Experten sich ihre Gedanken gemacht. Denn insgesamt gibt es weltweit stolze 4.500 verschiedene bekannte Kartoffelarten. Daraus wurden einhundert ausgewählt, die besonders geeignet schienen für den Einsatz auf dem Mars – beispielsweise weil sie auch unter den harschen Bedingungen in den Anden wachsen oder weil bestimmte gentechnische Veränderungen vorgenommen wurden. Die beteiligten Wissenschaftler sind dabei vom Erfolg ihres Projekts überzeugt: „Wir sind uns beinahe zu einhundert Prozent sicher, dass viele der ausgewählten Kartoffeln den Test bestehen werden“, wird Julio Valdivia Silva von der NASA in einer Pressemitteilung zitiert.

Via: Popsci

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