Die staatliche Schweizer Post agiert bisher nicht viel anders als ihr Schwesterunternehmen hierzulande: Briefe und kleinere Pakete werden von einem menschlichen Postboten gebracht, der einmal am Tag die Briefkästen füllt. Nun planen die Schweizer aber ihre Angebotspalette zu erweitern und wollen zukünftig auch frische Speisen und Medikamente ausliefern. Diese Lieferungen müssten dann aber natürlich zeitnah erfolgen – weshalb nun der Einsatz von Robotern getestet wird. Diese können eine Last von rund zehn Kilogramm in einem Umkreis von sechs Kilometern ausliefern. Am Zielort angekommen, versenden die künstlichen Postboten dann eine SMS an den Empfänger. Dieser kann anschließend die obere Klappe öffnen und seine Warenlieferung entnehmen.


Copyright: Die Post
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Während der Testphase werden die Roboter von einem Menschen begleitet

Zum Einsatz kommen werden Roboter des Unternehmens Starship Technologie. Hinter diesem Hersteller stehen die beiden Skype-Gründer Ahti Heinla und Janus Friis, die bereits Ende letzten Jahres einen entsprechenden Lieferroboter präsentierten. In der Schweiz werden diese nun in den Gemeinden Bern, Köniz und Biberist ausführlich getestet. Während dieses Modellversuchs navigieren die Roboter natürlich selbstständig mit Hilfe von GPS und visueller Erkennung. Im Zweifelsfall können sie zudem einen Remote-Operator hinzuschalten, der dann die Steuerung übernehmen und beispielsweise Gefahrenstellen sicher umfahren kann. Gleichzeitig werden die Roboter zunächst aber auch von einem Fußgänger begleitet. Dieser soll allerdings nur dazu dienen, möglicherweise auftretende Probleme zu notieren.

Langfristig sollen Drohnen und Roboter zusammenarbeiten

Die Starship-Roboter verfügen zudem über die Fähigkeit dazuzulernen. Je öfter sie also eine Fahrt absolvieren, desto sicherer werden sie bei ihren Manövern. Langfristig denkt die Schweizer Post dann darüber nach Drohnen und Lieferroboter zu kombinieren. Die beiden neuen Technologien ergänzen sich dabei aufgrund ihrer Stärken und Schwächen beinahe perfekt. So können Drohnen größere Strecken vergleichsweise schnell zurücklegen, Lieferroboter verbrauchen dafür weniger Energie, weil die Ware nicht erst in die Luft gehoben werden muss. Zunächst sollen aber die Ergebnisse der nun anlaufenden Tests abgewartet werden. Frühestens in drei Jahren könnten die Starship Roboter dann erstmals großflächig zum Einsatz kommen.


Via: Schweizer Post

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