Anne Hidalgo wurde im April 2014 zur ersten weiblichen Bürgermeisterin von Paris überhaupt gewählt. Anschließend machte sie sich daran, die immer stärkere Luftverschmutzung in der französischen Hauptstadt zu bekämpfen. So führte sie einmal monatlich einen autofreien Sonntag auf den Champs-Elysées ein und sperrte einen Teil des Seine-Ufers sogar komplett für motorisierte Fahrzeuge. Nun setzen Hidalgo und ihre Mitstreiter auf die segensreiche Wirkung von Grünpflanzen. Diese nehmen nämlich nicht nur CO2 auf, sondern erfüllen auch eine luftreinigende Funktion. Bis zum Jahr 2020 sollen daher 100 Hektar an neuer Grünbepflanzung entstehen. Ein Großteil davon durch private Initiativen. Die Stadtverwaltung hat daher den Bürgern von Paris explizit die Erlaubnis erteilt, beinahe überall Gärten anzulegen.


Via: Inhabitat
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Die Hobbygärtner dürfen keine Pestizide verwenden und müssen die Pflege übernehmen

Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig. So können Häuserfassaden und Zäune bepflanzt werden, aber auch Blumenbeete unter öffentlichen Bäumen angelegt werden. Dazu stellt die Stadtverwaltung jeweils eine formlose dreijährige Genehmigung aus. Im Gegenzug sagen die Hobbygärtner zu, keine Pestizide zu verwenden und die Pflege der neu angelegten Pflanzen zu übernehmen. Die Stadtverwaltung stellt zudem eine Art Starterset mit einigen Samen und Blumenerde zur Verfügung. Dies soll aber ausdrücklich nur der Inspiration dienen. Grundsätzlich hoffen die Initiatoren, dass die Bürger selbst kreativ werden und so mithelfen, für ein grünes und vielfältiges Stadtbild zu sorgen.

Die Begrünung von Städten ist ein weltweiter Trend

Langfristig soll die Maßnahme dazu beitragen, die Lebensqualität für die Einwohner der Stadt zu erhöhen und gleichzeitig noch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Auch andere Städte haben sich bereits Gedanken über eine stärkere Begrünung von freien Flächen gemacht. So ist in San Francisco zukünftig sogar geplant, den Hausbesitzern die Begrünung ihrer Flachdächer vorzuschreiben. In der norwegischen Hauptstadt Oslo wiederum wurden spezielle Mooswände aufgestellt, die die Luft von Feinstaub und Stickoxiden befreien sollen. Vincent Callebau hat zudem vorgeschlagen, ein riesiges Betonhochhaus in Brüssel mit einer begrünten Fassade zu versehen – und so jährlich immerhin 50 Tonnen CO2 aus der Luft zu filtern.


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