Es gibt tatsächlich einen wissenschaftlichen Zweig, der sich mit den Farben der Ozeane beschäftigt, ab dem 15. Mai werden sich die Vertreter der »International Ocean Colour Science« (IOCS) in Portugal treffen. Mit dabei sind EUMETSAT, die den Datenfluss des neuen Satelliten Copernicus Sentinel-3 vorstellen werden. Was bringt es, zu wissen, ob der Ozean eher grün oder blau aussieht?


Hochauflösende Weltraumfotos dienen als Analysegrundlage / Foto: EUMETSAT

Im Februar 2016 startete Sentinel-3 ins All

Die Abkürzung EUMETSAT steht für die europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten, eine zwischenstaatliche Institution, die Wettersatelliten betreibt. Sie hat im Februar 2016 den besagten Sentinel-3 ins All geschickt, um damit im Auftrag der EU die Ozeanfarben zu beobachten und zu analysieren. Die gigantischen Wassermassen beeinflussen entscheidend unser Klima sowie das lokale Wetter, doch was lässt sich an ihrer Farbverteilung ablesen? Viele Faktoren beeinflussen die Farbe des Ozeans, darunter zum Beispiel die enthaltenen Algen, Sedimente und Schmutzstoffe. Mit den Farbmessungen lassen sich gefährliche Algenblüten identifizieren, die negative Auswirkungen auf Fischfarmen und andere Aquakulturen haben. Auch Sturmpfade kann man mit den Messungen verfolgen und so rechtzeitige Warnungen an die betroffenen Schiffe herausgeben.

Überwachung des Klimawandels und verbesserte Wettervorhersagen

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit hat universale Bedeutung: Hier geht es darum, den Karbonzyklus nachzuvollziehen, um die Bedeutung der Ozeane für den Klimawandel genauer einschätzen zu können. Damit könnten genauere Vorhersagen zur Entwicklung des weltweiten Klimas möglich werden, die wiederum dazu dienen, mögliche Vorkehrungen zu treffen. Die Daten lassen sich auch dazu verwenden, lokales Wetter genauer vorherzusagen, das Management maritimer Ressourcen zu verbessern und die Ökosysteme der Meere genauer zu verstehen.


Ein Blick ins Kontrollzentrum von EUMETSAT / Foto: EUMETSAT

Eine spannende Wissenschaft, die an Bedeutung gewinnt

Der Datenfluss des Copernicus Sentinel-3 Satelliten steht über die Daten-Disseminationssysteme von EUMETSAT kostenlos zur Verfügung, um die Wissenschaft der Ozeanfarbe voranzutreiben. Die unten aufgeführten Links geben euch Gelegenheit, einen Blick auf die wachsende Datensammlung zu werfen und euch anzuschauen, wie diese aufbereitet und verwertet wird. Insgesamt handelt es sich um eine spannende, bislang wenig beachtete Wissenschaft, die in Zukunft sicherlich an Bedeutung gewinnen wird.

Informative Links: eumetview.eumetsat.int, eumetsat.int

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.