Home » Technik » Die Zukunft der Displays: Biegsam und noch schärfer

Die Zukunft der Displays: Biegsam und noch schärfer

Moderne Smartphone-Displays sind unglaublich dünn aber dennoch leistungsstark. Der Trend im Hinblick auf zukünftige Display-Designs und auch Technologien geht weiterhin in Richtung gebogener beziehungsweise flexibler Displays. Hersteller wie LG, Samsung und Sony zeigen bereits was aktuell schon möglich ist. So bietet Samsung mit dem Galaxy Note Edge bereits ein Handheld an, welches mit einem geknickten Bildschirm ausgestattet ist. Auch die neuen Smartwatches von Samsung, Sony und LG verfügen über gebogene Displays.

Flexible Displays

Samsung YOUM Display via CES 2013

Einsatzgebiete für flexible Displays

Das Anwendungsspektrum für biegsame und flexible Displays ist vielfältiger Natur. Vor allem im Bereich der Wearables, wie etwa Smartwatches und Fitness-Armbänder, bieten die Displays mehr Raum für Interaktionen. So kann beispielsweise ein gebogenes Display, welches über den Rand der Smartwatch hinaus bedient wird, durch nützliche Steuerungseinheiten, ähnlich wie beim Samsung Galaxy Note Edge, ergänzt werden. Folglich spart man dabei nicht nur physische Knöpfe, sondern auch Platz, da auf dem Display direkt Apps und dergleichen dargestellt werden können. Denkbar ist auch, dass flexible Displays gänzlich feste Körper ersetzen und wir in naher Zukunft lediglich mit einem an unseren Arm angepassten Display durch die Welt navigieren, Fotos begutachten oder gar kurze Filme konsumieren.

display-handgelenk

Flexibles Display für das Handgelenk Konzept via Alexey Chugunnikov

Sharp plant 4K Smartphone-Displays

Samsung hat bereits auf der CES 2013 gezeigt in welche Richtung es bei den flexiblen Displays gehen kann. Im Mittelpunkt stand dabei das YOUM Display. Das Super-AMOLED-Display ist dabei nicht nur biegsam, sondern verfügt auch über eine hohe Auflösung. Schließlich sollen beide Bereiche also die Flexibilität und auch die Auflösung der Smartphone sowie TV-Displays vorangetrieben werden.

So plant auch Sharp neue Maßstäbe bei den Smartphone-Displays zu setzen. Dabei werden künftig Smartphone-Displays mit einer Auflösung von 4K entwickelt. Bis die 4K Displays jedoch in Serie produziert werden können, wird noch etwas Zeit vergehen. Sharp kündigte den Marktstart für 2016 an. Das liegt allerdings nicht an dem Material an sich, sondern daran, dass die Smartphones bisher noch nicht energieeffizient genug arbeiten, um die hochauflösenden Displays auch alltags-tauglich unterstützen zu können. Bereits jetzt schon können beispielsweise bei redcoon.de relativ günstige Smartphones mit hochauflösenden Displays erworben werden. Es ist ohnehin fraglich, bis zu welchem Grad das menschliche Auge noch Unterschiede feststellen kann. Muss das Smartphone-Displays also noch schärfer werden?

Fensterlose Flugzeuge

Flugzeug ohne Fenster mit flexiblen Touchscreens; Konzept via uk-cpi.com

Wie wir letzte Woche erfahren haben, planen auch die Flugzeugbauer zusammen mit modernen Design-Büros und Technik-Experten alsbald auf riesige gebogene Displays im Inneren zu setzen. Statt der schweren Fenster, sollen die Displays als Medium für den Blick nach draußen fungieren. Hierfür sind bereits so manch futuristische Konzepte im Umlauf. Die Mega-Displays haben dabei den Vorteil sehr schöne und vielleicht auch beruhigende Visualisierungen darzustellen. Zudem könnten die Passagiere auch über das „Flugzeug-Fenster“ Getränke und dergleichen bestellen oder im Internet surfen.

Samsung YOUM Display im Videoclip

Aufrollbare Elektronik

Vor einiger Zeit tauchten auch die ersten Konzepte von aufrollbarere oder faltbarer Elektronik auf. Denkbar ist auch, dass in wenigen Jahren Displays auf Rollen aufgewickelt ausgeliefert werden und der Endkunde sich dann die passende Größe zuschneidet. Die entsprechenden Technologien sind bereits jetzt schon vorhanden. Bis jedoch der Massenmarkt erobert werden kann, wird noch ein wenig Zeit verstreichen. Schließlich arbeiten die Entwickler mit Hochtouren an günstigen Energie-Quellen um die Displays mit Strom versorgen zu können.

Display zusammengerollt via engadget.com

Display zusammengerollt via engadget.com

So stellten Forscher der Universität Cambridge jüngst das weltweit erste biegsame Graphen-Display vor. Diese neue Display-Generation benötigt nur noch einen Bruchteil der Energie herkömmlicher Display-Panel. Es wird nicht mehr lange dauern, bis wir unsere Smartphones einfach wie ein Stück Papier falten und in die Hosentasche stecken können. Je nachdem welche Display-Größe benötigt wird, kann das faltbare Gerät dann entsprechend ausgebreitet werden. Die Zeit nach den ausrollbaren Displays wird wohl dann von Hologrammen bestimmt. Dank den fortlaufenden technologischen Entwicklungen wird uns die Zukunft auch so manch technologisches Highlight bringen, das uns kurzzeitig den Atem rauben wird.

Flexible 18 Zoll Displays von LG

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.


PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Diese Stellenanzeigen könnten dich interessieren


Jetzt einen Kommentar zum Thema schreiben

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht! Pflichtfelder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>