Diese Batterie besteht aus Papier und lässt sich durch Bakterien aktivieren

An der Binghamtom Universität in Memphis lässt sich ein Forscherteam regelmäßig etwas Neues zum Thema innovative Batterietechnik einfallen – sogar eine wurfsternförmige Variante haben die produktiven Wissenschaftler bereits ersonnen. Die neueste Erfindung verzichtet ganz auf aggressive Chemikalien, die Batterie-Experten greifen stattdessen auf Papier und Bakterien zurück.

Die Papierbatterie für Biosensoren / Foto: Binghamtom Universität

Antrieb für Biosensoren und Glukose-Monitore

Die Papierbatterie eignet sich zum Einsatz in der Mikroelektronik: Mit einer maximalen Stromstärke von rund 105 Mikroampere und einer Leistung von knapp 45 Mikrowatt würde man mehr als eine Million Stück benötigen, um eine durchschnittliche Glühbirne zum Leuchten zu bringen. Und doch erfüllt sie in der Praxis ihren Zweck, denn sie soll wenig energiebedürftige Biosensoren mit Strom versorgen. Auch Glukose-Monitoren und ähnliche Mini-Geräte könnten damit betrieben werden, vor allem in ressourcenarmen Regionen und überall dort, wo kein Stromnetz zum Aufladen von Akkus zur Verfügung steht.

Die Papierbatterien könnten zum Beispiel einen Glukose Monitor mit Strom versorgen

 

Wachs als Katholde – leitfähiges Polymer als Anode

Der Aufbau der Papierbatterie sieht folgendermaßen aus: Ein Blatt Chromatographie-Papier statten die Forscher mit einer Wachsschicht und einem Silbernitratband aus, das Wachs dient als Kathode. Auf der anderen Papierseite befindet sich eine Lage leitfähiges Polymer, das die Anode darstellt. Die Batterie lässt sich aktivieren, indem man sie faltet und mit einer Flüssigkeit beträufelt, die eine bestimmte Bakteriensorte enthält. Die Zellatmung der Mikroben bringt den Stromfluss in Gang. Diese Erfindung kann uns als Beispiel dafür dienen, wie viel Entwicklungskraft weiterhin in der Batterietechnik steckt. Es gibt noch so viele Materialien zu erkunden und immer neue Kombinationen auszuprobieren!

Quelle: inhabitat.com