Das Potential der Erneuerbaren Energien ist beinahe unbegrenzt. Doch während manche Technologien – etwa Solar- und Windkraftanlagen – bereits massenhaft zum Einsatz kommen, werden andere potentielle Energiequellen noch eher rudimentär genutzt. Dazu gehört auch die Kraft der Wellen des Ozeans. Denn während die Gezeiten und die Meereswärme bereits zur kommerziellen Energiegewinnung genutzt werden, befinden sich die Wellenkraftwerke noch im Versuchsstadium. Eine schwedische Firma allerdings vermeldet nun einen technologischen Durchbruch auf diesem Gebiet: Die neu entwickelte Boje soll fünfmal so effizient sein wie die bisher getesteten Anlagen. Eine einzige Boje reicht dabei den Angaben des Unternehmens zufolge aus, um 200 Häuser mit Energie zu versorgen.


Via: Inhabitat
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Bis zu zwanzig Prozent des weltweiten Energiebedarfs kann durch Wellenkraft gedeckt werden

Der große Vorteil der Bojen liegt dabei in der Skalierbarkeit. Die einzelne Anlage muss nicht immer größer werden, um mehr Energie zu erzeugen, sondern es können eine Vielzahl an schwimmenden Wellenkraftwerken zum Einsatz kommen. Einige Berechnungen kommen dabei sogar zu dem Ergebnis, dass sich theoretisch ein Fünftel der weltweit benötigten Energie durch die Kraft der Wellen decken ließe. Die Technologie bringt zudem einen weiteren Vorteil mit sich: Anders als bei Wind und Sonne ist der Wellengang vergleichsweise konstant und berechenbar – die Technologie kann also zur Grundlastversorgung genutzt werden. Entwickelt wurden die schwimmenden Bojen-Kraftwerke dabei von der Firma CorPower Ocean.

Tests im Ozean müssen noch die Robustheit der Konstruktion beweisen

Allerdings wurden die Bojen bisher nur im Labor getestet und auch nur mit einem Prototypen im Maßstab 1:2. Die Firma hat aber bereits angekündigt, zeitnah mit den ersten Praxistests im Ozean beginnen zu wollen. Dort wird sich dann zeigen, ob es sich um eine bahnbrechende Technologie handelt oder lediglich um ein interessantes Konzept. Denn die meisten der bisher konzipierten Wellenkraftwerke scheiterten daran, dass sie den außergewöhnlichen Kräften des Ozeans nicht gewachsen waren – und beispielsweise bei einem Sturm zerstört wurden. Einen großen Fan besitzt die Wellenkrafttechnologie dabei bereits: Apple investiert schon seit längerem in die Technik zur Nutzung der Wellenenergie.


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