Den Erneuerbaren Energien gehört zweifelsohne die Zukunft. Und während die Energiewende auf der politischen Ebene eher stockend vorrankommt, haben viele Erfinder bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Zahlreiche neu entwickelte Ladegeräte sorgen inzwischen dafür, dass jeder zumindest sein Smartphone und ähnliche kleine Elektrogeräte sauber und umsonst mit Erneuerbaren Energien aufladen kann. Der niederländische Designer Marjan van Aubel hat nun eine neue Idee der sauberen Energiegewinnung präsentiert. Buntes Fensterglas wandelt Sonnenstrahlen in elektrische Energie um. Per USB-Anschluss kann die so gewonnene Energie dann zum Laden der Elektrogeräte genutzt werden.


fenster

Verfahren ähnelt der Photosynthese

Es muss dabei allerdings nicht befürchtet werden, dass hässliche Solarmodule zukünftig die klassischen Glasscheiben ersetzen. Vielmehr ähneln die „Current Window“ genannten Solarfenster optisch eher einem modernen Kirchenfenster mit Mustern in verschiedenen hellen Farbtönen. Möglich und notwendig ist dies, weil zur Energiegewinnung nicht die klassische Modultechnik genutzt wird, sondern ein Verfahren, das eher der pflanzlichen Photosynthese ähnelt. Dafür werden allerdings bestimmte Farbtöne benötigt, so dass die mit den Solarfenstern versehenen Räume zwar weiterhin tagsüber hell sind – die Sicht durch die Fenster wird aber schon erheblich eingeschränkt. Man sollte sich also im Zweifel gut überlegen, welches Fenster man mit den neuen Scheiben ausstatten lässt.


Schulen und Bibliotheken im Blick

Der niederländische Designer hat daher auch nicht so sehr Privathaushalte als Kunden im Blick, sondern größere öffentliche Einrichtungen wie Bibliotheken oder Schulen. Diese haben nicht nur größere Fenster – was zu mehr Energieerzeugung führt – sondern ohnehin die Herausforderung ausreichend Ladeplätze für Laptops und Smartphones zu schaffen. Mit dem Einbau der Solarfenster könnten diese Einrichtungen Ladeplätze anbieten, an denen saubere Energie verbraucht wird und die die Stromrechnung nicht belasten. Ob sich ein solcher Einbau aber tatsächlich lohnt, dürfte von den Anschaffungskosten abhängen. Diese sind bisher aber noch nicht bekannt.
Via: Springwise

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