Der diesjährige Pariser Autosalon stand ganz im Zeichen der Elektroautos. Denn immer günstigere und leistungsfähigere Lithium-Ionen-Batterien sowie Fortschritte in der Zellchemie sorgen inzwischen dafür, dass die Fahrzeuge imposante Reichweiten erreichen. Viele Experten sprechen daher schon von der nächsten Generation an Elektroautos, die endlich auch den Massenmarkt erreichen könnte. Kein Wunder, dass kaum ein Hersteller diesen Trend verpassen möchte. Diese Modelle und Konzepte wurden daher auf dem Pariser Autosalon der Öffentlichkeit präsentiert:

Opel Ampera-e

Foto: Opel
Foto: Opel

Der deutsche Hersteller Opel zeigte in Paris den neuen Opel Ampera-e. Dieser weiß vor allem mit seiner Reichweite zu überzeugen. Denn ein Opel-Manager fuhr den Wagen persönlich die 420 Kilometer lange Strecke von London nach Paris – und zwar ohne unterwegs die Batterie aufzuladen. Die Spitzengeschwindigkeit des Ampera-e liegt bei 150 Stundenkilometern. Verkaufsstart ist im Frühjahr nächsten Jahres. Kostenpunkt: Zwischen 30.000 und 35.000 Euro.

Mercedes EQ

Foto: Mercedes
Foto: Mercedes

Der Stuttgarter Autobauer Mercedes präsentierte hingegen lediglich eine Studie. Diese ist aber mit ambitionierten Zielen verbunden. Denn der Autokonzern will unter dem Label EQ eine eigene Modellfamilie an Elektroautos aufbauen. EQ steht dabei für „Electric Intelligence“ und soll langfristig mit einem Qualitätsbegriff verbunden werden. Interessanter Ansatz von Mercedes: Die in der Studie präsentierten Elektroautos verfügten über gleich zwei Elektromotoren, deren Leistung sich teilweise skalieren lässt.

Smart electric drive

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Ebenfalls zum Mercedes-Konzern gehört die Marke Smart. Die kleinen Stadtflitzer gibt es nun auch als Elektroversion. Dabei wird eine Reichweite von 180 Kilometern erreicht. Insgesamt gibt es drei Versionen im Angebot: Den Zweisitzer, den Viersitzer und das Cabrio. Diese sollen jeweils für rund 22.000 Euro erhältlich sein.

Volkswagen I.D.

Foto: Volkswagen
Foto: Volkswagen

Volkswagen hat bereits einige seiner klassischen Modelle – etwa den Golf und den Up – mit einem Elektroantrieb ausgestattet. Nun will der Wolfsburger Autobauer mit dem I.D. auch ein reines Elektroautos auf den Markt bringen. Das Versprechen dabei: Dieser soll über 170 PS verfügen und eine Reichweite von 600 Kilometern besitzen. Bisher existiert allerdings nur eine Studie. Die Markteinführung ist erst für das Jahr 2020 geplant.

Porsche Mission E

Foto: Volkswagen
Foto: Volkswagen

Auch Porsche ist Teil des riesigen VW-Konzerns und setzt ebenfalls auf Elektroantriebe. Der Sportwagenbauer entwickelt dabei aktuell einen eigenen Elektromotor. Dieser soll es ermöglichen, mehrmals hintereinander in sekundenschnelle von 0 auf 100 zu beschleunigen. Neben dem Sportwagen Mission E ist zukünftig zudem auch ein SUV mit Elektroantrieb geplant.

BMW i3

BMW i3
Der BMW i3 ist natürlich längst auf dem Markt etabliert. Der Münchener Autobauer hat nun allerdings eine neue Batterie im Angebot, die die Reichweite theoretisch auf mehr als 300 Kilometer erhöht. Realistisch dürften allerdings eher rund 200 Kilometer sein. Dafür verspricht der Konzern aber auch eine neue Schnellaufladetechnik.

Renault Zoe

Foto: Renault
Foto: Renault

Einen ähnlichen Ansatz wählte auch das französische Unternehmen Renault – in Europa so etwas wie der Elektroauto-Pionier. Der Zoe bekommt einen neuen Akku. Dieser soll die Reichweite auf faktisch rund 300 Kilometer erhöhen und sich in weniger als zwei Stunden zu immerhin achtzig Prozent aufladen. Wer sein altes Modell mit der neuen Batterie ausstatten möchte, zahlt dafür 2.500 Euro. Der Preis für einen Neuwagen liegt bei 24.000 Euro plus Batteriemiete.

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