In ländlichen Gegenden in Entwicklungsländern, wo die Verkehrsinfrastruktur oftmals ein Problem ist, haben Drohnen bereits heute direkte Auswirkungen. Das Problem dabei: Wer Drohnen für Kurierdienste nutzt, der möchte sie nach getaner Arbeit auch zurück haben. Dies soll mit einer neuen Drohne aus Pappe umgangen werden. Diese sind für den einmaligen Gebrauch vorgesehen und können sich vor Ort direkt selber abbauen.


Bild: Otherlab
Bild: Otherlab

Pappdrohne mit 88 km Reichweite

Die Drohne wurde im Rahmen des ICARUS-Programms der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) des US-Verteidigungsministeriums entwickelt. Dabei kommen Ergebnisse zum Einsatz, die im Rahmen des Vanishing Programmable Resources (VAPR) entwickelt wurden. Dabei ging es darum, elektronische Schaltkreise zu entwickeln, die sich nach einer bestimmten Zeit von selber abbauen. Das Ziel war es, zu verhindern, dass militärische Technologien in die falschen Hände geraten.

Entwickelt wurde die Drohne mit dem eingängigen Namen Aerial Platform Supporting Autonomous Resupply Actions (APSARA) von der Firma Otherlab. Es handelt sich dabei um eine Art Gleiter aus Pappe, der aus größerer Höhe von einem Trägerflugzeug abgesetzt und dann zum Zielort gleiten kann. Die Gleiter sind so konstruiert, dass ein einzelnes Flugzeug Hunderte davon transportieren und absetzen kann. Die Reichweite der Drohnen ist natürlich von der Absetzhöhe abhängig, beträgt jedoch bis zu 88 km. Das Navigationssystem sorgt dabei für punktgenaue Landungen. „We have done tests releasing our aircraft from 1,000 ft (304 mt) and proved their ability to turn at waypoints and to land within close range of a specific location„, so Star Simpson, ein Hardware-Entwickler, der an dem Projekt beteiligt ist.


Einsatz in Katastrophen- und Kampfgebieten

Nach der Landung baut die Drohne sich innerhalb weniger Tage von selber ab. Die enthaltene Elektronik wird dabei dank des VAPR-Programms ebenfalls abgebaut. Otherlab hat die Kosten für eine der Drohnen bisher noch nicht bekannt gegeben, spricht aber von einer „günstigen, biologisch abbaubaren Lösung.

Derartige Drohnen könnten beispielsweise genutzt werden, um Blutkonserven, Medikamente oder andere medizinische Vorräte in Katastrophengebiete auszuliefern. Denkbar wäre auch ein Einsatz in Kampfgebieten. Aktuell kann eine der Drohnen eine Nutzlast von maximal einem Kilo tragen, aber Otherlab geht davon aus, dies problemlos auf bis zu 10 kg erhöhen zu können.

via NewAtlas.com

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