Wie werden Menschen zukünftig wohnen? Die aktuellen technischen Entwicklungen weisen den Weg in eine grünere Zeit mit nachhaltig orientierter Lebensweise. Ob wir diesen Weg tatsächlich wählen, hängt davon ab, ob wir ihn wirklich wollen – oder bequem alten Pfaden folgen. Die Erfinder des smarten Wohnhauses reACT jedenfalls lassen sich nicht lumpen und setzen alles auf die grüne Karte!


Grün und sonnendurchflutet: Sieht so das Haus der Zukunft aus? / Foto: University of Maryland

Autarkie auf (fast) allen Ebenen des täglichen Lebens

Das besagte Haus wurde von Studenten der University of Maryland erfunden und dient inzwischen einem indianischen Ehepaar als Lebensdomizil. Das passt sehr gut: Die Erfinder achteten bei der Zusammenstellung der Baumaterialien darauf, möglichst natürlich Stoffe zu verwenden und guckten sich sogar einiges von der indianischen Art des Nutzpflanzenanbaus ab. Nutzpflanzen, also Gemüse und Obst, in einem Wohnhaus? Ja, ihr habt richtig gelesen! Das reACT bietet Autarkie auf gleich mehreren Ebenen, eine davon stellen die innerhalb dieses Hauses wachsenden Lebensmittel dar. Der Inhouse-Garten basiert auf dem hydroponischen Prinzip, das heißt, die Pflanzen wachsen in einer satten Nährstofflösung statt in Erde. Ein externer regulärer Gemüsegarten ergänzt das Selbstversorgerprogramm um eine weitere Nuance.

Ein Blick auf Hausflur und Salatbar / Foto: University of Maryland

Die Systeme des smarten Gebäudes arbeiten selbstregulierend

Was gibt es noch Besonderes über dieses Eigenheim zu berichten? Die Abkürzung reACT steht für »Resilient Adaptive Climate Technology«, das Gebäude funktioniert auf autarker Basis, sammelt Wärme im glasüberdachten Innenhof, erntet und speichert Solarenergie, produziert Humus aus Grauwasser und der Öko-Toilette, sammelt und reinigt Regenwasser … Es ist modular aufgebaut, sodass jeder Hausbesitzer seine Wohnräume ganz individuell planen kann; einige Wände bleiben dauerhaft verschiebbar und laden dazu ein, die Zimmer auf flexible Weise zu nutzen. Die Begrünung im Haus liefert nicht nur leckere, gesunde Nahrung, sondern kreiert auch eine angenehm natürliche Atmosphäre. Die Systeme dieses smarten Gebäudes arbeiten selbstregulierend, sie passen sich automatisch den äußeren Bedingungen und den Bedürfnissen der Bewohner an. So soll das reACT sogar nach einer gewissen Zeit energieeffizienter arbeiten, weil es schlicht und ergreifend dazulernt.


Quelle: inhabitat.com

 

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