Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis Roboter auch in der Gastronomie, zumindest im Hintergrund arbeitend, die Menschen vermehrt entlasten. Auf der Hannover Messe wurde jüngst ein Premium-Roboterkoch für den Privatgebrauch vorgestellt. Nun sorgt auch Cornell University für eine nützliche Ergänzung im Küchenbetrieb. Der Roboter „barista PR2“ ist schließlich in der Lage Kaffee mit einer Siebträger-Kaffeemaschine zu kochen. Diese Art Kaffee-Maschinen erfordern mehrere Handgriffe.


Barista Roboter

Roboter lernt selbst

In einem Videoclip, der teilweise auf Zeitrafferelemente zurück greift, wird verdeutlicht, dass der Roboter in der Lage ist jeden einzelnen Arbeitsschritt beim Kaffee kochen zu beherrschen. Einige Teilschritte brauchen noch ein wenig Zeit. Mit entsprechenden Optimierungen dürfte das Ganze jedoch bald auch schneller von der Hand gehen. Das Besondere an dem neuen Roboter ist der neue Algorithmus, der es der Maschine ermöglicht abgedruckte Anleitungen zu lesen und auch interpretieren zu können. Der Roboter kann also von selbst aus seinen Horizont erweitern. Das ist ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Maschinen, die stets auf bestimmte Geräte angepasst werden müssen. Über 116 Geräte kann der Roboter bedienen, ohne vorher angelernt zu werden. Dabei gleichen sich die Arbeitsschritte im Kern, lediglich Schalter oder Knöpfe sind etwas versetzt. Das macht jedoch nichts, da der Roboter bereits getätigte Prozesse auf die neuen Umstände anwenden kann. Beim Menschen ist es ähnlich, wenn uns jemand zeigt, wie eine solche Maschine funktioniert, können wir auch mit einer anderen Maschine der selben Bauart Kaffee kochen und benötigen keine erneute Einweisung.


Barista

Der barista Roboter greift aus Erfahrungen aus der Vergangenheit zurück und kombiniert diese mit entsprechenden Anleitungen, die auf den Geräten abgedruckt sind. Mit der Hilfe einer 3D-Kamera und einem Laser zur Messung der Entfernungen ausgestattet, erledigt der Roboter seine Aufgabe souverän. Bei neuen Geräten liegt der Effizientheitsgrad zunächst bei 60 Prozent. Der Ausbau der Sensorik sowie weitere Interpretationselemente wie haptische Feedbacks und visuelles Monitoring, sollen in Zukunft jedoch für noch mehr Effektivität sorgen. Barista wird im Rahmen der Robotic Science and Systems Conference am 16 Juli in Rom vorgestellt.

Barista im Video

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