Dieses flexible Pflaster könnte in Zukunft Körperreibung als Strom für Wearables nutzen

Wissenschaftlern ist mit einem kleinen Gerät, welches aus einem Pflaster großen Schaltkreis besteht und über ein hohes Maß an Flexibilität verfügt, eine technische Sensation gelungen. Dem Körper Energie für die Gewinnung von Strom zu entlocken, ist nichts neues. Dennoch unterscheidet sich das Energie-Pflaster wesentlich von bisherigen Technologien.

Energie durch Körperreibung

Das Pflaster macht sich den Wissenschaftlern zufolge den piezoelektrischen Effekt zu Nutze. Hierbei wird bei einer mechanischen Belastung elektrische Energie erzeugt. Im Kern besteht das Pflaster aus einem dünnen Stück Gummi, welches wiederum mit einem 50 Nanometer dicken Goldfilm bestückt wurde. Das Konstrukt gleicht einer Elektrode, die mittels kleiner säulenförmiger Strukturen stets in einem gewissen Abstand zur menschlichen Haut gehalten wird. Wenn es zwischen der Struktur und der Haut zu Reibungen kommt, wird eine Spannung auf dem Goldfilm verursacht.

Durch bloßes Anstubsen mit dem Finger konnte im Rahmen erster Tests eine Spannung von 90 Volt erzeugt werden. Die elektrische Leistung betrug dabei 0,8 Milliwatt. In weiteren Tests wurde das Pflaster unter anderem auch in der Halsgegend befestigt und erzeugte dort immerhin noch 7,5 Volt. Das ist für ein derartig kleines Pflaster eine durchaus akzeptable Leistung. Um ein Smartphone beispielsweise wieder voll aufladen zu können, wird die erzeugte Energie jedoch noch nicht reichen.

Größere Pflaster geplant

Das neue Energie-Pflaster befindet sich noch in den Anfängen. Die positiven Ergebnisse sprechen jedoch schon einmal für sich. Die Forscher arbeiten nun an „Geräten“, die noch flexibler sind um somit größere Körperflächen und entsprechende Konturen besser abdecken zu können. Sollte sich die Technologie bewähren, ist es durchaus möglich, dass wir in Zukunft über eine dünne flexible Gummischicht, beispielsweise an unserem Rücken oder in der Bauchgegend die neue Smartwatch laden können. Eine ziemlich spannende Geschichte oder?

Quelle: Gizmodo.com