In diesem Jahr gab es eine außergewöhnlich desaströse Hurrikan-Saison. Die Auswirkungen der gewaltigen Stürme waren besonders in Puerto Rico zu spüren, aber auch die USA hatte mit den Folgen zu kämpfen. Der niederländische Architekt Koen Olthuis hat in Zusammenarbeit mit der Firma Arkup aus Miami ein schwimmendes Haus entwickelt, das darauf ausgelegt ist, auch die schlimmsten Stürme zu überstehen. Die Behausung ist außerdem zu 100 Prozent unabhängig vom Netz.


Schwimmende Häuser schützen vor Stürmen

Die schwimmenden Häuser haben eine Wohnfläche von etwa 400 Quadratmeter. Für die Energieversorgung sind Solarpanels mit insgesamt 30 kW Leistung in Kombination mit Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von 1.000 kWh zuständig.


Für die Sicherheit und Stabilität der Häuser sind knapp 12 Meter lange hydraulische Stelzen an der Unterseite der Häuser angebracht. So können die Häuser stabilisiert oder sogar komplett aus dem Wasser gehoben werden. Die Bewohner der schwimmenden Behausungen müssen außerdem nicht an einer Stelle verweilen: Dank eines 136 PS starken Antriebssystems kann das Haus sich mit einer Geschwindigkeit von 7 Knoten fortbewegen.

Luxus, Sicherheit und Autarkie in einem Paket

Olthuis achtete auch darauf, dass die Häuser so autark wie möglich sind. Neben der solarbetriebenen Energieversorgung sind die schwimmenden Behausungen mit einem ausgeklügelten Waste-Management-System ausgestattet. Die Wasserversorgung wird mit einem Regenwasser-Auffangsystem gewährleistet, dass das aufgefangene Wasser zu Trinkwasserr aufbereitet.

Neben den Nachhaltigkeits-Features weisen die Häuser auch ausgeprägten Luxus auf. Sie sind geräumig und verfügen über eine großzügige, ausfahrbare Terrasse. Die großflächige Verglasung ist schockresistent und sorgt für eine durchdachte natürliche Ausleuchtung der Wohnräume. Zu Kommunikations- und Unterhaltungszwecken stehen Satellitenfernsehen, WiFi-Antennen und LTE-Antennen zur Verfügung.

In dem angebotenen Luxus liegt auch ein Problem bzw. Kritikpunkt. Es handelt sich lediglich um eine Designstudie, weshalb kein Preis bekannt ist. Allerdings wirkt das Haus-Projekt nicht wie eine Lösung, die auch in ärmeren Gebieten zum Einsatz kommen könnte. Diese jedoch sind häufig am schlimmsten von Stürmen betroffen. Es wäre daher wünschenswert, dass der Architekt sich vielleicht noch Gedanken über eine Version für ärmere Gebiete machen würde.

via Inhabitat

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