Dieses Haus erscheint wie eine Mischung zwischen Chamäleon und Fata Morgana, so mancher Wüstenwanderer wird es wahrscheinlich bereits für eine optische Täuschung gehalten haben. Das Äußere ist komplett mit Spiegeln verkleidet, sodass sich die Wüste nicht nur rund um das Haus befindet, sondern auch auf der Fassade.


Das Spiegelhaus scheint Teil der natürlichen Landschaft zu sein / Bild: Lance Gerber, courtesy of the artist und Desert X

Das Gebäude trägt den Namen »Mirage« für »Trugbild«

Die Installation des Künstlers Doug Aitken lässt das Gebäude mit seiner Umgebung verschmelzen, dem Coachella Valley in Kalifornien. Das Haus selbst trägt den passenden Namen Mirage, englisch für »Trugbild« und französisch für »Spiegel«. Es besitzt die Form typischer amerikanischer Ranches, doch die Spiegelverkleidung hört im Inneren nicht auf. Auch die Räume sind verspiegelt, denn bei dem Gebäude handelt es sich um eine Kunstinstallation im Rahmen des Desert X Festivals mit 16 verschiedenen Kunstprojekten. Bewegt man sich an dem Haus vorbei, blendet es sich optisch ein und aus, manchmal verschwinden Einzelteile, dann ist es wieder komplett sichtbar, allerdings nur in Schemen. Ob diese Art der Immobilien-Verkleidung auf andere Gebäude übertragbar ist, die mitten in der Natur errichtet werden (müssen), aber keinesfalls optisch stören sollen, bleibt offen. Sicher sind Spiegel anfälliger bezüglich mechanischer Schäden, doch gehärtete Glasflächen könnten einen ähnlichen Widerstand bieten wie Solaranlagen, die schließlich auch jahrzehntelang im Außenbereich überdauern.

Trugbild oder Wirklichkeit? / Bild: Lance Gerber, courtesy of the artist und Desert X

Prairie Houses als Vorbild für die Kunstinstallation

Inspiriert wurde Doug Aitken übrigens von seinem Lieblingsarchitekten Frank Lloyd Wright, der Mitte des 19. Jahrhunderts geboren wurde und die sogenannten Prairie Houses erfand. Wright stand für eine vom europäischen Kontinent unabhängige Architektur ein, die den damaligen amerikanischen Geist widerspiegeln sollte. Außerdem setzte er es sich zum Ziel, seine Werke möglichst harmonisch in die Landschaft einzugliedern. Seine »Ateliers« errichtete er mitten in der Prärie, um sich in die Natur einzufühlen und seine Entwürfe entsprechen zu gestalten.


Quelle: dezeen.com

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