Domino’s experimentiert mit Robotern als Pizzaboten

Es ist ein Trend, der sich wohl nicht mehr aufhalten lässt: Immer mehr Jobs, die früher von Menschen erledigt wurden, werden heute von Robotern übernommen. Schon bald könnte auf diese Weise auch einer der traditionell beliebtesten Nebenjobs wegfallen. Denn die internationale Pizzalieferkette Domino’s hat einen fahrbaren Roboter entwickelt, der bis zu zehn Pizzen auf einmal ausliefern kann. Eine eigens entwickelte Wärmekammer soll dabei dafür sorgen, dass die Pizza während der Lieferung nicht kalt wird. Der Lieferroboter kann dabei eine Distanz von bis zu zwanzig Kilometern zurücklegen, bevor er zu seinem Ursprungsort zurückkehren muss, um wieder aufgeladen zu werden.

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Die Bezahlung muss bereits im Vorfeld online erfolgen

Sensoren sollen dabei dafür sorgen, dass Hindernisse frühzeitig erkannt und dann rechtzeitig umfahren werden. Die Kunden erhalten dabei schon während der Bestellung einen Code. Diesen tippen sie dann einfach ein, sobald der Roboter vor ihrer Haustür erscheint und erhalten anschließend ihre Pizza. Wechselgeld kann der Roboter allerdings nicht herausgeben – es muss also bereits im Vorfeld online bezahlt werden. Bisher hat der neu entwickelte Roboter noch keinen eigenen Namen, sondern wird etwas technisch „Domino’s Robotic Unit“ – kurz: DRU – genannt. Trotzdem ist die Lieferkette von der Neuentwicklung überzeugt: „DRU ist kess und liebenswert und wir sind zuversichtlich, dass er eines Tages ein integraler Bestandteil der Domino’s Familie wird“, erklärt Scott Bush, Neuseelandchef der Kette.

Roboter bieten die Möglichkeit zur Lieferung von Frischware

Entwickelt wurde der Lieferroboter in Australien, getestet werden soll er aber zunächst in Neuseeland. Sollte sich das Konzept dabei als erfolgreich erweisen, hätte dies Auswirkungen über die reine Lieferung von Pizzen hinaus. Denn theoretisch könnte beispielsweise die Wärmebox auch durch einen Kühlschrank ersetzt werden – und auf diese Weise frische Lebensmittel direkt nach Hause geliefert werden. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen beispielsweise auch die beiden Skype-Gründer Ahti Heinla und Janus Friis, die ebenfalls einen automatischen Lieferwagen entwickelten. Die Bewohner der Pazifikinseln Saba und St. Eustatius werden aber wohl auch zukünftig, ihre Pizzen per Flugzeug geliefert bekommen müssen.

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