Smartphones werden oftmals über Nacht an das Ladegerät gehangen, damit sie tagsüber mit vollem Akku genutzt werden können. Diese vergleichsweise lange Zeit mit vollem Akku wollen Forscher nun nutzen, um die Rechenleistung der smarten Handys für die Krebsforschung zu nutzen. Dazu müssen Nutzer lediglich die so genannte DreamLab App herunterladen. Diese erkennt, wenn der Akku vollgeladen ist und das Handy am Stromnetz hängt. Daraufhin wird ein Teil der Rechenleistung der Krebsforschung gespendet. Berechnungen zufolge könnten rund 100.000 Nutzer schon dafür sorgen, dass die Datenverarbeitung in Labors rund 3000 Mal schneller vonstattengehen kann als aktuell.


Viele kleine Geräte werden zu einem Supercomputer

Das einzelne Smartphone wird dabei aber nicht übermäßig belastet. Vielmehr lädt die App immer nur vergleichsweise kleine Aufgabenpakete herunter, die dann bearbeitet und anschließend wieder hochgeladen werden. Erst die Masse an Nutzern sorgt dafür, dass sich die Datenverarbeitung insgesamt so beschleunigt. Aus vielen kleinen Smartphones entsteht sozusagen ein großer smarter Supercomputer mit einer Rechenleistung, die mit fest installierten Rechnern im Labor nicht erreicht werden kann. Entwickelt wurde die App von der Vodafone Foundation in Zusammenarbeit mit der Garvan Institute of Medical Research. Heute wurde sie in Australien erstmals auf den Markt gebracht und durch Pressearbeit der Öffentlichkeit bekannt gemacht.


Forscherin spricht von einer bahnbrechenden Innovation

In den nächsten Tagen und Wochen wird sich dann zeigen, wie viele Nutzer die App tatsächlich auf ihrem Smartphone installieren. Wir das DreamLab ein Erfolg, sollte sich das Prinzip jedenfalls relativ leicht auch in anderen Ländern umsetzen lassen. In Australien wird die Rechenleistung zu Beginn vor allem zur Forschung im Kampf gegen Brust-, Eierstock-, Prostata- und Bauchspeicheldrüsenkrebs zum Einsatz kommen. „Mit der Hilfe von bahnbrechenden Innovationen wie dem DreamLab bin ich hoffnungsvoll, dass wir noch zu unseren Lebzeiten Heilungsmethoden für bestimmte Krebsarten sehen werden“, erklärt Dr. Samantha Oakes, die den Forschungsbereich Brustkrebs am Garvan Institute leitet.

Via: NDTV

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