Sauberes Trinkwasser ist in Deutschland glücklicherweise eine Selbstverständlichkeit. Dies ist aber nicht überall so. Immer wieder berichten wir beispielsweise über die anhaltende Dürre in Kalifornien. Noch schwieriger ist die Situation in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern. Dort gibt es zwar oftmals Wasser, dieses ist aber verschmutzt und gefährdet die Gesundheit. Amerikanische Forscher haben daher nun eine überraschend simple Methode entwickelt, das Wasser zu reinigen und trinkbar zu machen. Sie haben Papier mit Nanopartikeln aus Silber und Kupfer versetzt und daraus ein Buch gedruckt. Die einzelnen Seiten können dann einfach herausgerissen und als Wasserfilter genutzt werden.


Wasser
Foto: Water Dance!, Kelly Hunter, Flickr, CC BY-SA 2.0

Ein Buch kann bis zu vier Jahre Frischwasser liefern

Dabei ist schon seit längerem bekannt, dass Kupfer und Silber bakterienzerstörende Eigenschaften besitzen. Bisher hat dies aber noch niemand genutzt, um Papier mit Partikeln der Metalle zu versetzen und so einen unkomplizierten und preisgünstigen Wasserfilter zu entwickeln. Nach Angaben von Theresa Dankovich, Forscherin an der Carnegie Mellon University, können mit einer Buchseite alleine rund 100 Liter Wasser gefiltert werden. Ein ganzes Buch würde demnach den Bedarf eines Menschen an Trinkwasser für bis zu vier Jahre decken. Der Begriff Buch ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen: Jede Seite ist mit Informationen zur Wassersicherheit bedruckt – einmal auf Englisch und einmal in der Sprache des Landes, wo die Filter zum Einsatz kommen sollen.

Tests in Südafrika erwiesen sich als erfolgreich

Getestet wurden die Filtereigenschaften des Papiers in Südafrika. „In Afrika wollten wir sehen, ob die Filter auch bei echtem Schmutzwasser funktionieren“, erzählt Theresa Dankovich. „Eines Tages, als wir schmutziges Wasser aus einem Bewässerungskanal filterten, zeigten Arbeiter uns einen Bach in der Nähe einer Grundschule, in den ungefiltertes Abwasser geleitet wurde. Wir fanden dort Millionen an Bakterien, es war eine wirkliche Herausforderung.“ Mit Hilfe des „Drinkable Book“ konnten allerdings 99,9 Prozent der Bakterien entfernt werden. Das Wasser hatte anschließend eine vergleichbare Qualität wie das Leitungswasser in den Vereinigten Staaten.


Via: NDTV

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