Drohnen haben eine Menge Potential und können bei Weitem nicht nur in der Freizeit oder zu sportlichen Aktivitäten eingesetzt werden. Wer sich ein wenig mit dieser Materie beschäftigt, der weiß was moderne Drohnen schon alles leisten können. So möchte die in Peru ansässige Amazon Basin Conservation Association Drohnen in Zukunft vermehrt nutzen um illegale Abholzung aus der Luft zu dokumentieren.


Drohne Peru

Drohnen im Kampf gegen die zerstörerische Holzmaffia

Wie dem Bericht der NPR entnommen werden kann, handelt es sich bei der eingesetzten Drohne keinesfalls um ein unbemanntes Flugobjekt, das in jedem gut sortierten Elektronikfachhandel gekauft werden kann. Vielmehr kommt hier eine Spezialanfertigung zum Einsatz, die Max Messinger (Student) von der Wake Forest University zusammen mit Carlos Casteneda von der Amazon Basin Conservation Association entworfen und gebaut hat. Die knapp 5.000 US-Dollar teure Drohne, hat nicht viel mit einem typischen Quadrocopter gemein. Das bezieht sich auf das Design und auch auf die Reichweite, die deutlich weiter ist als bei herkömmlichen Drohnen. Zudem kann eine hochauflösende Kamera installiert werden, die neben scharfen Fotos auch noch hochauflösende Videos aufzeichnet.


Mittels Autopiloten erkundet die Drohne ein zuvor über GPS-Koordinaten festgelegtes Gebiet und kann somit eine Strecke von knapp 16 Kilometern zurück legen. Die Reichweite ist mehr als beachtlich. Insgesamt gilt es jedoch auch einen Raum zu überwachen, der 880 Quadratkilometer groß ist. Dabei handelt es sich größtenteils um unwegsames Gelände, mit teilweise dichtem Dschungel-Bewuchs. Die Drohnen ermöglichen eine um ein Vielfaches einfachere, günstigere und effizientere Überwachung.

Weniger Abholzung in den letzten Jahren

Knapp ein Jahr ist die Spezial-Drohne schon im Einsatz und konnte durchaus bereits mehrfach schon Erfolge erzielen, Täter überführen und auch illegale Minen ausfindig machen. Die maximale Flughöhe der Drohne beträgt etwas mehr als 100 Meter. Denkbar ist, dass die Anzahl der Überwachungs-Drohnen in Zukunft steigt. Die Erfolge sprechen jedenfalls für sich. Insgesamt konnte bereits ein leichter Rückgang im Hinblick auf die Abholzung im Amazonas-Regenwald beobachtet werden. Dennoch gibt es keinen Grund zum Jubeln, jährlich werden immer noch Tausende Quadratkilometer Regenwald illegal im Amazonas-Gebiet abgeholzt. Um das Ausmaß in Zahlen zu verdeutlichen. Innerhalb der letzten 41 Jahre wurden allein in Brasilien pro Stunde 526 Fußballfelder abgeholzt. Das entspricht einer Fläche, die locker zwei Mal so groß ist wie Deutschland und 763.000 Quadratkilometer beträgt. Machenschaften im Stil der Maffia sorgen stets für den kontinuierlichen Rückgang des Baumbestands im größten Regenwald der Welt.

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