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Drohnen-on-Demand: US-Armee plant den Einsatz von 3D-Druckern

Das US-Militär setzt Drohnen auf vielfältige Weise ein: Zur Feindbeobachtung, zur Erkundung, zur Sammlung von Daten und sogar als Waffe. Theoretisch sind sogar noch viel mehr Einsatzmöglichkeiten denkbar – etwa beim Transport. Drohne ist allerdings nicht gleich Drohne. Je nach Art des Einsatzes sind Geräte mit unterschiedlichen Spezifikationen notwendig. Bisher müssen daher immer eine Vielzahl an verschiedenen Drohnen vorrätig gehalten werden – was in einem Kriegsgebiet aus logistischer Sicht allerdings nicht optimal ist. Die US-Armee plant daher, dieses Problem mit Hilfe von 3D-Druckern zu lösen. Am Ende des Entwicklungsprozesses, sollen die Soldaten einfach die gewünschten Anforderungen in eine Software eingeben und diese druckt dann vor Ort die entsprechende Drohne.

Copyright: US Army

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Der 3D-Drucker soll über Nacht eine spezifische Drohne produzieren

Das Projekt ist dabei Teil der so genannten „Army Expeditionary Warrior Experiments“. Diese haben sich zum Ziel gesetzt, neue Technologien möglichst frühzeitig auch in der Praxis zu erproben. Die Drohnen aus dem 3D-Drucker sollen dabei vor allem kleineren Trupps helfen, die unter schwierigen Bedingungen außerhalb eines großen Lagers operieren. „Die Idee ist, dass Soldaten ihre Mission in ein Designsystem eingeben und dieses dann über Nacht ein unbemanntes Flugobjekt kreiert, das die Parameter der Mission erfüllt“, erläutert Dr. Mark Valco, Direktor des „Vehicle Technology Directorate“. Ein erster Prototyp eines solchen Systems wird dabei aktuell entwickelt und soll dann im Feld getestet werden.

In der US Navy werden 3D Drucker bereits genutzt

Die Experten der Armee sind sich dabei aber durchaus bewusst, dass bis zur vollständigen Implementierung ihrer Vision noch einiges an technischem Fortschritt notwendig ist. So müssen sowohl in der Materialtechnik, als auch beim 3D-Druck selbst noch Fortschritte gemacht werden. Eines der Probleme dabei: Bisher dauert der Druck noch viel zu lange. „Innovation ist der Schlüssel. Wir demonstrieren eine Fähigkeit, aber wir müssen Design Tools, höherklassige Materialien und die Fähigkeit schneller zu drucken, entwickeln“, so Dr. Valco. Die US Navy hingegen bringt 3D-Drucker bereits zum Einsatz und produziert damit Ersatzteile für den Flugzeugträger USS Harry Truman.

Via: US Army

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