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Drohnen weisen Eisbrechern in der Antarktis den Weg

Die Bedingungen in der Antarktis sind nicht wirklich für menschliches Leben gemacht. Die dort gelegene McMurdo Forschungsstation muss daher ähnlich wie die internationale Raumstation regelmäßig mit Nachschub versorgt werden. Diese Versorgungsmissionen laufen unter dem Namen „Deep Freeze“ und werden aufgrund ihrer Komplexität vom US-Militär durchgeführt. Dabei fährt für gewöhnlich der Eisbrecher Polar Star voran und ebnet so den Weg für die nachfolgenden Schiffe. Auch ein Eisbrecher kann allerdings nicht jedes Eis brechen und läuft Gefahr sich festzufahren. Die Auswahl der richtigen Route ist daher von enormer Bedeutung. Bei der diesjährigen Tour halfen daher Drohnen der Firma AeroVironment, die vorausfliegen und die Lage erkunden konnten.

Die McMurdo Station in der Antarktis. Fot: By Gaelen Marsden (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons

Die McMurdo Station in der Antarktis. Fot: By Gaelen Marsden (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), via Wikimedia Commons

Die Drohnen können sofort eingesetzt werden und benötigen keine spezialisierten Piloten

Konkret handelte es sich dabei um Drohnen vom Typ Puma AE. Diese waren unbemannt und konnten von der Crew des Polar Star zum Einsatz gebracht werden. In Echtzeit wurden dann farbige Bilder, Infrarotvideos und Lasermessungen auf das Schiff zurückgeschickt. Daraus konnten die Experten dann Rückschlüsse ziehen, ob die Route befahrbar war. Zuvor wurden dafür Helikopter genutzt. Deren Einsatz ist allerdings deutlich teurer und benötigt ausgebildete Piloten. Die Drohnen hingegen konnten genutzt werden, ohne dass Umbaumaßnahmen auf dem Schiff vorgenommen werden mussten. Zudem können die unbemannten Flugobjekte auch ohne formale Ausbildung geflogen werden. Für den Notfall testete die Firma AeroVironment zudem ein neues Rückholsystem, bei dem die Drohne mit einem Netz eingefangen wurde.

Der Einsatz teurer Helikopter wird überflüssig

Auch Dank der Hilfe der Drohnen war die Mission diesmal ein voller Erfolg. Die Schiffe brachen am 30. Dezember 2015 in Tasmanien auf und erreichten die Polarstation sicher am 18. Januar 2016. „Operation Deep Freeze ist aufgrund der harschen Bedingungen in der Antarktis eine der komplexesten Friedensmissionen der US-Armee überhaupt. AeroVironments Puma AE liefert wichtige fortgeschrittene Erkundungsdaten, um der Polar Star der Küstenwache sichere und effizientere Fahrten durch das Eiswasser zu ermöglichen, ohne Piloten und teure Helikopter in Gefahr zu bringen“, fasst Kirk Flittie, Vizepräsident von AeroVironments, die Vorteile der Drohnen zusammen. Eine Puma-Drohne hat dabei eine Reichweite von fünfzehn Kilometern und kann rund dreieinhalb Stunden in der Luft bleiben.

Via: AeroVironments

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