Das Bundesverkehrsministerium arbeitet an einer Verordnung, die private Drohnen-Flüge über Unglücks- und Katastrophenorte in Zukunft verbieten soll. Zudem soll im Rahmen der neuen Regelung auch der Überflug von Gefängnissen, Menschenansammlungen und Kraftwerken in Deutschland verboten werden. Darüber hinaus berichten Medien auch, dass gewerbliche Drohnennutzer, wie etwa Fotografen, in Zukunft auch eine Art Drohnen-Führerschein ablegen müssen.


Drogen-Drohnen in Mexiko eingesetzt

Neuregelungen für den Gebrauch von Drohnen samt Drohnen-Führerschein

Den geplanten Vorgaben des Bundesverkehrsministeriums nach, sollen gewerbliche Drohnen-Nutzer in Zukunft einen Drohnen-Führerschein ablegen, der bei Missbrauch auch entsprechend eingezogen werden kann. Damit soll der Betrieb von Drohnen in Deutschland entsprechende Einschränkungen erfahren. Diese seien notwendig, da der Einsatz von Drohnen zu immer mehr Gefahrensituationen führe. Im Rahmen der geforderten Prüfung sollen die Piloten beweisen, dass das Flugobjekt sicher gesteuert werden kann und zudem auch rechtliche Aspekte gefestigt sind. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gab in einer aktuellen Mitteilung bekannt, dass die Nutzung von Drohnen auch im privaten Bereich in Deutschland neu geregelt wird. So ist unter anderem auch von einer Registrierungspflicht die Rede, die Eigentümer in Zukunft besser identifizierbar machen soll. Hier würde Deutschland den USA folgen, die ebenfalls eine ausnahmslose Registrierung von Drohneneigentümern anstreben. Vorrangig sollen dabei jedoch Käufer verpflichtet werden, die in Zukunft eine Drohne neu erwerben. Die Behörden streben hierfür Kooperationen mit den Herstellern an.


Registrierungspflicht zur Eigentümer-Identifizierung

Drohnen, die bereits im Umlauf sind, sind faktisch nicht registriert. Alle Drohne könne man also nicht mit einmal erfassen. Ein Anfang wäre eine zeitnahe Einführung der Registrierungspflicht dennoch. Mit dem vermehrten Aufkommen der unbemannten Flugobjekte, den immer leistungsfähigeren Akkus und auch hochauflösenden Kameras an Bord, können die kleinen Flugobjekte durchaus auch als Spionagewerkzeuge eingesetzt werden. Wer sich vor den lautlosen Spitzeln schützen möchte, der kann auf bisher noch recht teure Abwehr– beziehungsweise Erkennungstechnologie zurück greifen. Das mit dem Abschuss von Drohnen in Deutschland ist jedoch eine Sache für sich, im Zweifelsfall begeht man hier eine ungerechtfertigte Sachbeschädigung und wird zum Ersatz des daraus entstandenen Schaden gegenüber dem Eigentümer verpflichtet. Wer noch etwas tiefer in die noch recht spezielle und regelungsbedürftige Materie eintauchen möchte, dem empfehlen wir den Blick in das kostenlose E-Book „Vom Aufstieg bis zum Abschuss -Die ultimative Drohnen-FAQ!“ von Dipl.FinWirt(FH), LL.M Thomas Schwenke.

Rechtliche Regelungen bei der Nutzung von Drohnen im Video

Alexander Dobrindt plant noch weitere Einschränkungen. Im nächsten Schritt sollen auch Drohnenflüge über Eisenbahnlinien, Bundesstraßen, Industrieanlagen, Einsatzorte der Polizei und Unglücksorte untersagt werden. Ergänzend werden auch Kenntnisse im Hinblick auf luftrechtliche Regelungen vorausgesetzt. Schon jetzt ist eine spezielle Haftpflichtversicherung für die Nutzung von Drohnen im Privatbereich nötig. Alternativ muss man als Nutzer in einen deutschen Modellflugverein eintreten. Dabei sollen ganz klar Gefahren im Luftraum eingedämmt und Verletzungen von Personen am Boden vorgebeugt werden. Es werden von allen Seite verbindliche gesetzliche Regelungen im Umgang mit Drohnen gefordert. In Zukunft dürften Drohnen in weiten Feldern zum Einsatz kommen. Auch die Industrie und Medizin nutzt vermehrt Drohnen als Transportmittel, Messinstrument oder Helferlein.

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