Forscher vom Human-Experience Research Lab an der University of Florida arbeiten an einer Gehirn-Computer-Schnittstelle (BCI), die es ermöglicht Drohnen in Zukunft mit den Gedanken steuern zu können. Erste funktionierende Versuche förderte das weltweit erste „Brain Drone Race“ zu Tage. Die Teilnehmer blicken dabei auf einen PC-Bildschirm und denken beispielsweise daran das abgebildete Objekt nach vorn zu bewegen. Ist die Konzentration „sauber“, bewegt sich auch die entsprechend gekoppelte Drohne nach vorn. Die Wissenschaftler erhoffen sich dabei Computer-Gehirn-Schnittstellen bekannter zu machen und zudem mehr über die Funktionsweise des menschlichen Gehirns zu erfahren.


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Wissenschaftler steuern Drohnen per Gedanken

Beim ersten gedankengesteuerten Drohnen-Rennen der Welt gewinnt derjenige, der sich am besten konzentrieren kann. Mittels eines speziellen Headsets von Emotiv, das mit knapp 500 US-Dollar zu Buche schlägt, können die Drohnen lediglich mit der Kraft der Gedanken gesteuert werden. In Kombination mit der entsprechenden Software kann im Prinzip jeder eine Drohne per Gedanken steuern. „Einfach ist es allerdings nicht“, ergänzt Juan Gilbert, seines Zeichens Leiter des Human-Experience Research Lab an der University of Florida. Gehirn-Computer-Schnittstellen (BCI) tauchten immer wieder in Kombination mit der Kontrolle von Prothesen auf. Zuletzt haben wir über Ian Burkhart berichtet, der während eines Urlaubs beim Tauchen verunglückte und sich dabei eine schwere Rückenmarksverletzung zuzog. Die Folge war eine Querschnittslähmung. Wissenschaftlern der Ohio State University gelang es dem Mann einen Chip im Gehirn zu verpflanzen, so dass Ian Burkhart wieder seinen rechten Arm bewegen konnte. Eine kleine medizinische Sensation. Der Chip misst elektrische Signale, die das Gehirn absendet und aus Gedanken entstehen. Die Signale können dann wiederum in Bewegung umgewandelt werden. Ähnlich funktioniert das Ganze auch bei der Drohnen-Steuerung.


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Juan Gilbert ist guter Hoffnung, dass die Gehirn-Computer-Schnittstellen in Zukunft noch in weiteren Bereichen zum Einsatz kommen und erforscht werden. Mit dem Brain-Drone-Race möchten die Wissenschaftler die Popularität steigern und auch die Neurowissenschaften vorantreiben. Kommt es zur häufigeren Verwendung der Geräte, dann können die Wissenschaftler auch noch viele neue Entdeckungen über das menschliche Gehirn machen. Der Forscher hofft, dass diese Art Headsets eines Tages als Armbänder getragen werden, um nicht nur Drohnen mit den Gedanken steuern zu  können.

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